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Feuer im Treppenhaus : Großbrand in Malchower Mehrfamilienhaus

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Feuerwehr rettet 34 Bewohner, darunter auch zwei kleine Kinder

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2017 | 10:21 Uhr

Es waren dramatische Minuten die sich in der Nacht in Malchow abgespielt haben. Über Notruf wurde um 22:56 Uhr der Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Clara-Zetkin-Ring gemeldet. Die Leitstelle löste daraufhin Großalarm aus und der war auch nötig wie sich später herausstellen sollte. Gleich mehrere Feuerwehren aus Malchow, Alt Schwerin, Nossentiner Hütte und Silz eilten zum Einsatzort. Schnell konnte der Brand, in dem zu diesem Zeitpunkt schon völlig verrauchten Treppenhaus, lokalisiert und abgelöscht werden.

Die Rauchentwicklung war aber so enorm, dass insgesamt 34 Bewohner des Hauses, darunter auch zwei kleine Kinder, schnellstens evakuiert werden mussten. In Decken gehüllt standen die Mütter mit ihren Kindern auf der Straße. Helfer kümmerten sich liebevoll um die älteren Bewohner. Zügig wurde über die Feuerwehr, in Zusammenarbeit mit der Polizei, eine Notunterkunft gesucht. Auch der Malchower Bürgermeister Rene Putzar (48) eilte zum Brandort. Er organisierte schließlich die Notunterkunft im benachbarten Pflegeheim.

Unterdessen eilten weitere Rettungskräfte aus Neustrelitz und Waren mit mehreren Rettungswagen nach Malchow. Der Sanitätsdienst kümmerte sich um die evakuierten Personen, der Betreuungsdienst reichte warme Getränke. Gegen 2 Uhr in der Nacht konnten alle Bewohner zurück in ihre Wohnungen, teilte die Feuerwehr noch in der Nacht mit.

Bürgermeister Rene Putzar lobte noch in der Nacht die Arbeit der Einsatzkräfte. "Alles hat reibungslos funktioniert. Ich bin beeindruckt von der Arbeit der Helfer hier vor Ort. Alles lief ruhig und koordiniert ab", sagte uns Rene Putzar.

Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Andreas Kocik war in der Nacht vor Ort und unterstütze den Einsatz. "Die starke Verrauchung im Treppenhaus war für die Bewohner lebensgefährlich. Alle Hausbewohner konnten aber innerhalb kürzester Zeit von den Kameraden gerettet werden", sagte Kocik.

Eine Bewohnerin (85) musste jedoch mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Aufregung um den Einsatz war für die alte Dame offenbar zu anstrengend.

Über 80 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz, darunter mehrere Notärzte. Wie das Feuer in dem Treppenhaus ausbrechen konnte ist zwar noch nicht zweifelsfrei geklärt, aber es gibt einen Verdacht. Laut Polizei wurden nämlich in dem Treppenhaus Säcke mit Altkleidern in Brand gesteckt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Es wurde eine Anzeige wegen versuchter schwerer Brandstiftung aufgenommen.

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