Bilanz : Größte Schäden durch Naturgewalten in MV im Kreis Rostock

<p>Gewitterfront bei Rostock. Foto: Stefan Tretropp</p>

Gewitterfront bei Rostock. Foto: Stefan Tretropp

Dort richteten Sturm, Hagel oder Überschwemmungen durch Starkregen oder Hochwasser durchschnittlich Schäden von rund 1600 Euro je Gebäude an.

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13. September 2018, 20:45 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen Jahren bei Schäden durch Naturgewalten glimpflich davongekommen. Das zeigt eine Bilanz für die Jahre 2002 bis 2016, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag veröffentlicht hat. Am stärksten von extremen Wetterereignissen betroffen war demnach der Landkreis Rostock. Dort richteten Sturm, Hagel oder Überschwemmungen durch Starkregen oder Hochwasser durchschnittlich Schäden von rund 1600 Euro je Gebäude an. Häuser in der Stadt Rostock und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte waren im Durchschnitt von 1500 beziehungsweise 1100 Euro Schaden betroffen. Am glimpflichsten kamen in den 15 Jahren die Einwohner in Nordwestmecklenburg davon. Dort betrug der Schaden im Schnitt rund 700 Euro. Der Bundesschnitt lag bei 1600 Euro.

Für die von extremen Wetterereignissen direkt Betroffenen stellen sich der Erhebung zufolge die Schäden noch mal anders dar. So erlitten die durch Tief Heidi 2012 im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mitleidenschaft gezogenen Häuser Schäden von durchschnittlich 2200 Euro. In Schwerin schlug der mit den Tiefs Friederike und Gisela niedergehende Starkregen 2016 bei jedem Betroffenen sogar mit rund 28 700 Euro zu Buche. 

Die bundesweit am schlimmsten betroffenen Gebiete liegen laut GDV in Bayern. Im Landkreis Deggendorf verursachten Naturkatastrophen von 2002 bis 2016 Schäden an Gebäuden von durchschnittlich 13 800 Euro. Die 2002 und 2013 von Hochwasser betroffenen Hausbesitzer im Landkreis Deggendorf erlitten im Schnitt Schäden von 180 900 Euro.

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