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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 01:52 Uhr

Ansteckungsgefahr : Grippewelle legt MV flach

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Grippe forderte bislang vier Todesopfer - doch der Höhepunkt steht noch bevor

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Die Grippe hat Mecklenburg-Vorpommern fest im Griff. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) heute in Rostock mitteilte, sei die aktuelle Infektionswelle deutlich stärker als im Vorjahr. Seit Oktober 2016 wurden demnach 1327 Influenza-Fälle registriert. Zum gleichen Zeitpunkt der Grippesaison 2015/16 waren es 303. Allein in der letzten Kalenderwoche wurden 350 Neuinfektionen gemeldet – die bisher höchste Zahl innerhalb einer Woche im Jahr 2017. Vier Menschen in MV sind während der aktuellen Saison bereits an den Folgen der Grippe verstorben.

Der Höhepunkt sei noch nicht erreicht, heißt es: Das Lagus rechnet erst nach den Winterferien mit einer absteigenden Zahl der Neuerkrankungen. Die Behörde rät deshalb, dass sich insbesondere Risikogruppen noch impfen lassen – der Impfschutz wirke zehn bis 14 Tage nach der Impfung. Der öffentliche Gesundheitsdienst in MV verfüge über ausreichend Impfstoff. Besonders gefährdete Personen seien chronisch Kranke, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, medizinisches Personal sowie Personal von Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr. Alle vier Todesopfer hätten einer dieser Risikogruppen angehört.

Dem Lagus wurden nur einige wenige Erkrankungen gemeldet, bei denen sich Personen trotz Impfung infizierten.

Bei der diesjährigen Influenza dominieren Viren vom Typ A(H3N2). Vor allem ältere Menschen sind betroffen: In dieser Altersgruppe unterscheiden sich dem Lagus zufolge die Symptome von denen der jungen Erwachsenen oder Kindern. Nicht immer hätten sie Fieber. Dafür gäbe es ein höheres Risiko für Komplikationen, zum Beispiel für eine Lungenentzündung.

Am heftigsten leidet die Region Rostock: Die Hansestadt zählte in der letzten Woche 101 Neuinfektionen. Im Landkreis waren es 79. Schwerin verzeichnete im gleichen Zeitraum 18 Fälle. Mit fünf Erkrankungen wurden aus der Mecklenburgischen Seenplatte die wenigsten gemeldet.

Laut Robert-Koch-Institut haben sich in der aktuellen Grippesaison deutschlandweit bislang rund 27 000 Personen infiziert. Darunter gab es 85 Todesfälle. Besonders stark betroffen ist Süddeutschland. In Städten wie München oder Nürnberg mussten zeitweise einige Notaufnahmen schließen, weil sie keine Kapazitäten mehr hatten.

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