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Grippesaison : Grippeimpfung schon jetzt möglich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach mildem Grippewinter 2013/14 könnte nun einer mit vielen Erkrankten drohen.

svz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Nach der milden Grippesaison im vergangenen Winter befürchten Experten in diesem Jahr einen Rückgang der Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung. Dabei ist jetzt – zwischen September und November, also noch bevor die erste Erkältungswelle über das Land rollt – der beste Zeitpunkt zum Impfen. Anders als in früheren Jahren sei der Impfstoff auch schon sehr früh, nämlich Ende August, bereitgestellt worden, so Dr. Martina Littmann, Leiterin der Gesundheitsabteilung im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock. In allen Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes könne ab sofort geimpft werden.

Wie bereits im letzten Jahr stehen mehrere Impfstoffe zur Verfügung, darunter auch solche mit einem Wirkverstärker, die für ältere Personen mit bereits geschwächtem Immunsystem empfohlen werden. Für risikobehaftete Kinder zwischen zwei und sechs Jahren gibt es außerdem seit zwei Jahren ein Nasenspray, das besonders unkompliziert verabreicht werden kann. Zu früh könne man sich übrigens nicht impfen lassen, der Schutz halte definitiv die ganze Grippesaison über an, betont Littmann.

Der Verlauf der Grippewelle im letzten Winter war deutlich milder als der ein Jahr zuvor – auch wenn die Zahlen im Lagus-Jahresbericht etwas anderes aussagen. Hier ist von landesweit 3978 Erkrankungsfällen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 die Rede, ein Jahr zuvor waren dagegen nur 186 Erkrankungsfälle gemeldet worden. „Das Problem ist, dass wir die Zahlen über das gesamte Jahr erfassen“, erläutert die Gesundheitsabteilungsleiterin. 2013 habe es zu Jahresbeginn sehr viele Meldungen gegeben, zum Jahresende dagegen so gut wie keine. „Je mehr passiert, desto sensibilisierter sind die Leute“, weiß Dr. Martina Littmann. Jetzt gebe es in Australien bereits eine verstärkte Grippeaktivität, die Erkrankungszahlen seien dort bereits doppelt so hoch wie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Rückschlüsse auf die Grippewelle, die uns hier in diesem Winter erwartet, möchte Martina Littmann daraus nicht ziehen – „Fakt ist aber, dass es Wellen gibt und einem milden oft ein schwerer Grippewinter folgt“.

Im Land würde ab der kommenden Woche wieder in 100 Kindertagesstätten und in 30 Arztpraxen die Zahl akuter Atemwegserkrankungen erfasst und an das Lagus gemeldet. Daraus und aus den Rachenabstrichen erkrankter Patienten, die die Arztpraxen einschickten, ließen sich verlässliche Aussagen zur Aktivität und Häufigkeit von Viren im Land ableiten, so Littmann.

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