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Jetzt noch zum Impfen : Grippe kommt im Februar

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In der zurückliegenden Woche haben deutlich mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit Atemwegserkrankungen einen Arzt aufgesucht als zu Jahresbeginn.

In der zurückliegenden Woche haben deutlich mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit Atemwegserkrankungen einen Arzt aufgesucht als zu Jahresbeginn. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza beim Robert-Koch-Institut konstatiert aber erst für wenige Regionen des Landes – insbesondere an der Seenplatte und in der Region um Wismar – eine moderat erhöhte Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen. Noch liegen die Erkrankungszahlen aber deutlich unter denen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres – „das trifft sowohl auf Atemwegsinfekte wie auch auf die Grippe zu, von der bislang erst einige wenige Fälle im Land nachgewiesen wurden“, erklärt Dr. Martina Littmann, Leiterin der Gesundheitsabteilung im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock. Für die Jahreszeit sei es noch relativ ruhig, eine Grippewelle sei nicht in Sicht. Sie erwarte sie aber spätestens nach den Ferien im Februar, so die Lagus-Abteilungsleiterin, die vor diesem Hintergrund allen Risikopatienten, die dies bisher versäumt haben, rät, sich noch impfen zu lassen. Neben chronisch Kranken, allen über 60-Jährigen und Menschen, die in Berufen mit Publikumsverkehr arbeiteten, seien dies auch Schwangere. In den öffentlichen Gesundheitsämtern sei ausreichend Impfstoff vorhanden, so Littmann, auch bei den impfberechtigten niedergelassenen Ärzte n seien ihr keine Engpässe bekannt. Die Schutzwirkung der Impfung setze nach sieben bis zehn Tagen ein.

Neu in diesem Jahr sind Impfstoffe, die auf die einzelnen Risikogruppen zugeschnitten sind. So gibt es Impfstoffe mit einem speziellen Wirkstoffverstärker für ältere und immungeschwächte Personen. Für Kinder zwischen 2 und 17 Jahren – die allerdings nicht als Risikogruppe gelten – steht ein Nasenspray zur Verfügung. „Gerade bei den Zwei- bis Sechsjährigen werden damit sehr viel bessere Ergebnisse bei der Antikörperbildung und in puncto Verträglichkeit erreicht als mit herkömmlichen Grippeimpfstoffen“, betont Littmann.

Einen Überblick über Erkrankungszahlen und -diagnosen erhält das Lagus aus den wöchentlichen Meldungen von 27 Arztpraxen und 130 Kindertagesstätten im Land. Im vergangenen Winter wurden in MV nur 186 nachgewiesene Grippeerkrankungen gemeldet, ein Jahr zuvor waren es 2379. Da es Littmann zufolge häufig wellenförmige Grippeaktivitäten gibt, könnte in diesem Jahr wieder mit einer größeren Erkrankungszahl gerechnet werden.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 08:30 Uhr

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