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Von Firma im Stich gelassen : Griechische Arbeiter ausgereist

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erstellt am 18.Aug.2014 | 17:19 Uhr

Die meisten der von skandalösen Werkverträgen betroffenen knapp 100 Ausländer in Mecklenburg-Vorpommern sind abgereist. Am Wochenende verließen die 23 vorübergehend in einem Arbeiterwohnheim in Beckerwitz bei Wismar untergebrachten Griechen das Bundesland, wie Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord, am Montag sagte. Sieben der Männer flogen nach Hause, die übrigen seien innerhalb Europas auf Arbeitssuche gegangen.

Die ausländischen Arbeiter, meist Griechen, waren nach dem Ende ihrer Aufträge von dem Subunternehmen Paan Industrieservice (Oldenburg) ohne Geld sitzengelassen worden. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) wolle die ausstehenden Löhne von rund 100 000 Euro nun einklagen, hieß es.

Beschäftigt waren die Griechen am Standort Rostock der Firma Krebs Korrosionsschutz. Nach DGB-Angaben arbeiteten sie sieben Tage pro Woche jeweils 10 bis 14 Stunden an Offshore-Bauteilen für die Nordic-Werften. Dabei lebten sie nach Darstellung der Gewerkschaftler unter menschenunwürdigen Bedingungen. Schlüter kritisierte den Missbrauch von Werkverträgen als „modernen Sklavenmarkt“.

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