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Botschafter Zografos in mv : Griechen wollen von Ostdeutschland lernen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Botschafter besucht medienhaus:nord / Vor Landtags-Abgeordneten resümiert Zofragos griechische EU-Ratspräsidentschaft

von
erstellt am 08.Mai.2014 | 12:09 Uhr

Die neuen Bundesländer sind für den Botschafter Griechenlands, Panayotis Zografos ein lehrreiches Beispiel für einen schwierigen Strukturwandel, von dem sich die Griechen auch ein besonderes Verständnis für ihre Situation erhoffen. Zografos besuchte gestern als letztes der fünf Ost-Länder Mecklenburg-Vorpommern. Vor seinen Gesprächen mit Parlamentspräsidentin Sylvia Bretschneider und Ministerpräsident Erwin Sellering (beide SPD) besuchte er die Schweriner Volkszeitung im medienhaus:nord. „Man hat hier viele Maßnahmen ergriffen, um die Situation nach dem Umbruch zu stabilisieren. Die Menschen haben schmerzhafte Einschnitte hingenommen.“ Das sei zwar nicht direkt mit der Situation im krisengeschüttelten Griechenland vergleichbar, jedoch ergäben sich in einzelnen Punkten wie der Bewältigung der Massen- und Jugendarbeitslosigkeit, der Verwaltungsreform oder einer nachhaltigen Finanzpolitik durchaus Parallelen, aus denen die Griechen Erfahrungen sammeln könnten, sagte der Botschafter.

Am Abend zog Zografos vor den Abgeordneten des Landtags-Europa-Ausschusses eine Bilanz der griechischen EU-Ratspräsidentschaft, die in zwei Monaten turnusgemäß endet. „Wir sind in den drei großen Aufgabenfeldern gut vorangekommen.“ Auch der griechische Staat sei dabei, die Krise durch Umsetzung der Reformen zu überwinden. „Heute spricht niemand mehr vom Austritt oder Rausschmiss Griechenlands aus der Union.“ Natürlich habe die Krise Menschen und politische Lager polarisiert, räumt der Botschafter ein. Daran hätten Boulevardmedien übrigens einen fatalen Anteil. „Aber Euroskeptizismus ist fehl am Platz“, gibt sich Zofragos überzeugt. „Die EU bleibt trotz aller Makel immer noch das beste Demokratie-Projekt, das wir haben.“

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