Kriminalitätsstatistik : Grenzkreis unter Druck

Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Vorpommern-Greifswald um 63 Prozent gestiegen

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25. März 2014, 21:00 Uhr

Mit der gestrigen Präsentation der Kriminalitätsstatistik 2013 ist es auch amtlich: An der Grenze zu Polen hat die Zahl der Wohnungseinbrüche bedrohlich zugenommen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verwies darauf, dass im Landkreis Vorpommern-Greifswald im vergangenen Jahr 399 Fälle bei der Polizei gemeldet wurden – das sind 63 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

„Der massive Anstieg der Wohnungseinbrüche hat teilweise für heftige Unruhe in den besonders betroffenen Regionen des Grenzkreises geführt“, räumte Caffier gestern ein. In der Hansestadt Greifswald habe es 79 Einbrüche gegeben, in Heringsdorf auf Usedom 77 und im Amt Usedom-Süd 55.

Die Polizei nehme die Sorgen ernst und habe in der Grenzregion die Präsenz erhöht, sagte Caffier. Zur Bekämpfung der Einbrüche sei 2013 eine spezielle Ermittlungsgruppe beim Kriminalkommissariat Anklam eingerichtet worden. Die Fahndungen im Grenzgebiet würden durch Beamte der Bereitschaftspolizei und der gemeinsamen Diensteinheit aus Beamten der Landespolizei, der Bundespolizei und des Zolls unterstützt.

68 Deutsche und 20 Ausländer seien im vergangenen Jahr in Vorpommern-Greifswald als Einbrecher ermittelt worden. Aber auch der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat sich zu einer Hochburg des Einbruchdiebstahls entwickelt. 159 Wohnungseinbrüche registrierte die Polizei dort im vergangenen Jahr. Das waren 22 Prozent mehr als im Vorjahr.

Übertroffen wird der Landkreis allerdings von der Hansestadt Rostock, wo mit insgesamt 229 Wohnungseinbrüchen eine Zunahme von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gemeldet wurde.

Landesweit stieg die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser 2013 auf 1521 Fälle. Der Gesamtschaden betrug 4,7 Millionen Euro – 2013 war ein Schaden von 2,9 Millionen Euro registriert worden.

In anderen Bereichen ging die Kriminalität zurück. So wurden weniger Diebstähle gemeldet. Die Fallzahlen sanken um 6,9 Prozent auf insgesamt 45 586 Delikte.

Besonders erfreulich sei der Rückgang bei der Straßenkriminalität um 11,4 und bei der Gewaltkriminalität um 9,8 Prozent, sagte Caffier. Die Computerkriminalität wuchs hingegen innerhalb eines Jahres beträchtlich von 1669 auf 2479 bekanntgewordene Fälle.

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