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Mecklenburg-Vorpommern

24. Oktober 2017 | 11:46 Uhr

Grausiger Fund: Totes Baby im Fluss

vom

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2011 | 08:33 Uhr

Schwerin | Schock für einen 39-jährigen Angler: Am Ufer der Stepenitz nahe des Dorfes Gottmannsförde (Landkreis Nordwestmecklenburg) entdeckt er gestern Vormittag eine nackte Baby-Leiche. Der Schweriner ruft sofort per Handy den Polizeinotruf. Wenig später rücken die Beamten an, sperren den Fundort unweit der Brücke zwischen den Dörfern Gottmannsförde und Drieberg weiträumig ab. Die Kripo-Ermittler befragen den Angler, die Kriminaltechniker beginnen mit der Spurensuche, die Rechtsmediziner von der Schweriner Außenstelle der Uni Rostock mit der Untersuchung des toten Säuglings. "Alles läuft wie ein Uhrwerk, ein Rad greift ins andere", sagt Kriminalhauptkommissar Volker Werner.

Am Nachmittag können die Ermittler schon erste Ergebnisse präsentieren: "Wir gehen davon aus, dass der Fundort hier unweit der Brücke auch der Ablageort des toten Säuglings ist", sagt Werner. Die Leiche könnte aber bereits mehrere Tage dort gelegen haben. Den exakten Zeitpunkt des Todes können die Rechtsmediziner so schnell noch nicht benennen. Wohl aber, dass der kleine Junge lebend zur Welt gekommen und normal entwickelt ist. "Wir ermitteln deshalb wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts", betont der Kriminalhauptkommissar. Und er bittet die Bevölkerung um Mithilfe, denn möglicherweise brauche die Mutter des toten Kindes dringend medizinische Hilfe. Die Polizei sucht Zeugen, die in den vergangenen Tagen im Bereich Drieberg, Gottmannsförde, Cramonhagen Beobachtungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit diesem Fall stehen könnten. Hinweise werden auch zu weiblichen Personen erbeten, die bis vor wenigen Tagen schwanger waren und nun ihr Lebensumfeld verändert haben.

Die Einsatzleitstelle ist unter Telefon 038208-888 22 24 erreichbar, Hinweise nimmt auch jede andere Dienststelle entgegen.

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