Grauer Beton ist jetzt ein farbenfroher Blickfang

<p>Die 'Lackaffen + Co. KG' um Mathias Blazejowski, Matthias Reimer und Christian Rathmann (v. l.)  holte den Sieg.</p>

Die "Lackaffen + Co. KG" um Mathias Blazejowski, Matthias Reimer und Christian Rathmann (v. l.)  holte den Sieg.

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13. Juni 2012, 01:58 Uhr

Wittenberge | "Graffiti machen graue Wände lebendig", heißt es in dem Keimzeit-Hit "Kling Klang". Wie wahr dieser Satz ist, zeigt einmal mehr die ehemalige Kohlelagerhalle, die heute als Großgarage genutzt wird, bei der Dr. W.-Külz-Straße in Wittenberge. Der triste, schmuddelige Außenputz verwandelte sich am Samstag innerhalb weniger Stunden in ein großflächiges Graffiti. Schon von weitem leuchten nun die Wände in allen Farben des Regenbogens.

Hinter der "Elbstrom-Outdoor-Gallery", wie das Gesamtkunstwerk getauft wurde, steckt die WG "Elbstrom", die anlässlich des internationalen Jahres der Genossenschaften das Projekt initiiert hat. "Wir haben nach Sprayern gesucht, die Lust hatten, sich auf der von uns gestellten Fläche zu verewigen", sagt Karsten Korup, geschäftsführender Vorstand der WGE.

Es fanden sich schließlich vier Gruppen, die gemeinsam auf Ideensuche für passende Motive zum Thema "Wie gestalte ich eine bessere Welt?" gingen: die beiden professionellen Sprayer-Teams "Lackaffen &amp; Co. KG" und die Truppe um Patrick Bräutigam und Victor Hartung aus Pritzwalk sowie jeweils ein Team vom BBZ und der Lebenshilfe Wittenberge. "Spraydosen haben wir zur Verfügung gestellt, die Flächen haben wir vorher gesäubert und grundiert", so Korup. "So haben wir mit minimalen Kosten ein maximales Maß an Gestaltung herausholen können."

Ein Mitglied aus jedem Team stellte am Ende die Jury und bewertete die einzelnen Bilder. Als schönstes Werk wurde schließlich das futuristische Stadtmotiv der "Lackaffen &amp; Co. KG" bewertet, gefolgt von den Pritzwalkern auf Rang zwei. Bronze teilten sich das BBZ und die Lebenshilfe.

"Lackaffe" Matthias Reimer sprayt bereits seit sechs Jahren und durfte unter anderem auch schon den Wittenberger Lokschuppen, das "Casa Mexico" und den Jugendclub in Glöwen verschönern. "Außerdem biete ich Workshops im Jugendclub ,Würfel’ an", erzählt der 26-jährige Wittenberger. Im nächsten Jahr soll der nächste Workshop starten. Interessierte sind herzlich eingeladen, so Rayk Schulz von der Einrichtung.


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