Schaulustige in Heiligendamm Schuld : Grand Hotel nicht mehr zu retten

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Unternehmer Anno August Jagdfeld hat für das Scheitern seines Hotels in Heiligendamm vor allem störende Zaungäste verantwortlich gemacht: "Bei schönem Wetter seien bis zu 4000 Leute erschienen."

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24. März 2013, 07:24 Uhr

Hamburg | Immobilien-Unternehmer Anno August Jagdfeld hat für das Scheitern seines Hotels in Heiligendamm vor allem störende Zaungäste verantwortlich gemacht. "Da fahren die Leute gezielt hin, von den Seniorenresidenzen oder vom Campingplatz." Bei schönem Wetter seien 4000 Leute erschienen, sagte Jagdfeld dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Tagestouristen, die neugierig waren. Ich kann die verstehen, ich bin auch neugierig, ich wäre auch hingegangen. Aber die Hotelgäste sagten, das ist hier ja wie im Freilichtmuseum." Mit dieser Hypothek sei es unmöglich gewesen, das Hotel in die schwarzen Zahlen zu führen: "Der Ruf war ruiniert."

Die Investition könne nicht mehr gerettet werden. "Das ist definitiv verloren, da kommt auch nichts mehr", meinte Jagdfeld. Das Grand Hotel Heiligendamm hatte vor einem Jahr Insolvenz angemeldet, der Betrieb läuft aber weiter. Jagdfeld, der Investmentfonds für Heiligendamm und Adlon-Hotel auflegte, wies die Kritik enttäuschter Anleger zurück. In Heiligendamm haben Investoren laut "Spiegel" insgesamt 127 Millionen Euro verloren.

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