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Mecklenburg-Vorpommern

18. Oktober 2017 | 06:01 Uhr

Rerik : Granaten am Strand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Munitionsfunde in Rerik: Ostseebad sperrt einen Teil seiner Küste / Bergung dauert bis zu acht Wochen

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 20:20 Uhr

Nach Munitionsfunden hat das Ostseebad Rerik einen Teil seines Strandes vorläufig gesperrt. In den vergangenen Wochen hätten Spaziergänger immer wieder Projektile und sogar Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden – insgesamt 3,5 Kilogramm, erläutert der Leiter des staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt in Rostock, Hans-Joachim Meier. Die Munition wurde wahrscheinlich durch Sandaufspülungen freigelegt und mit den Wellen an den Strand geschwemmt.

Die Sperrung beginne an der Seebrücke in Richtung Wustrow und betreffe rund 1,5 Kilometer Küste. Nun müssten rund 80 000 Kubikmeter Sand gesiebt werden. Dafür seien aufwendige Spezialtechniken notwendig, so der Leiter des Munitionsbergungsdienstes, Robert Molitor. Er rechne mit einer Bergungsdauer von bis zu acht Wochen. Innenminister Lorenz Caffier hofft, dass es weniger Zeit kostet. „Wir werden im gesetzlichen Rahmen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Strand so schnell wie möglich beräumen zu lassen“, sagt er. Die Kosten könnten sich auf rund 700 000 Euro belaufen, die zunächst vom Land getragen werden.

„Die Strandsperrung ist ärgerlich“, sagt Reriks Bürgermeister Wolfgang Gulbis (SPD) mit Blick auf Ostern. Über die Feiertage seien die Gästebetten gut belegt. Er hoffe aber, dass das Thema Munitionsräumung bis zum Beginn der Hauptsaison erledigt sei.

Wolfgang Rietdorf, Inhaber des Hotels „Zur Linde“, sieht die Situation gelassen. „Es ist ja nur ein Teilstück gesperrt. Da ist noch genügend Strand für Urlauber übrig“, sagt er. „Und wenn die Räumung in sechs bis acht Wochen beendet ist, wäre das noch rechtzeitig vor Beginn der Badesaison.“

 

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