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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 14:31 Uhr

Goldene Flamme für Lady Di

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2012 | 07:13 Uhr

Paris | Kein Tag vergeht ohne Blumen für Lady Di. Noch immer erhält sie Berge von Briefen, Karten, Zeichnungen, Fotos. Jahre nach dem Unfalltod der Prinzessin von Wales pilgern weiter Bewunderer aus der ganzen Welt zu dem Ort, wo sie ums Leben kam: Dem Alma-Platz in Paris, der über dem Tunnel liegt, in dem der Unfall geschah. Und längst gilt die goldene Flamme, ein Kunstwerk, das dort steht, als Diana-Denkmal, verwandelt in einen wahren Wallfahrtsort für ihre Anhänger oder auch für Touristen, die den Platz als Attraktion beim Paris-Besuch ansteuern. Heute, am 31. August, werden es besonders viele sein. Dann jährt sich der Todestag der "Prinzessin der Herzen" und ihres Liebhabers Dodi Al-Fayed zum 15. Mal.

"Diana ist unvergessen", sagt Jean-Louis, Kellner in einem der Cafés am Platz. "Wissen Sie, für uns ist das ja nicht schlecht, wenn die Leute weiterhin herkommen. In den ersten Jahren waren es noch viel mehr!" Vom Café aus bietet sich ein schöner Blick an der goldenen Flamme vorbei über die Seine auf den Eiffelturm. Dabei war das Kunstwerk schon vor dem Unglück da, nämlich seit 1987, und mitnichten aufgestellt als Todes-Gedenkstätte. Als Kopie der Flamme, die die New Yorker Freiheitsstatue in der Hand hält, wiederum ein Geschenk Frankreichs an die USA, symbolisiert sie die amerikanisch-französische Freundschaft. Regelmäßig lässt die Stadtverwaltung die Botschaften an die berühmte Verstorbene entfernen. Doch es kommen immer neue nach.

Tragisch verlief das Leben der unglücklichen Ehefrau von Prinz Charles und zeitweise meist fotografierten Frau der Welt, tragisch und spektakulär war auch ihr Tod, auf den weltweite Fassungslosigkeit und Bestürzung folgten. Mehrmals wurden die Umstände des Unfalls untersucht, der nie komplett rekonstruiert werden konnte und Stoff für düstere Verschwörungstheorien lieferte: Waren die Bremsen des Autos manipuliert, handelte es sich gar um ein von Osama bin Laden gestricktes Attentat? Blendete das Blitzlicht eines aufdringlichen Fotografen oder eine Lichtblitzkanone den Fahrer?

So abstrus manche der Komplott-Theorien auch klingen mögen, so hartnäckig halten sie sich bei denjenigen, die sich nicht vorstellen können, dass die Prinzessin mit einem so außergewöhnlichen Leben durch einen laut Abschlussbericht "normalen" Verkehrsunfall starb.

Am Abend des 30. August 1997 hatten Diana und der ägyptische Geschäftsmann Dodi Al-Fayed, mit dem sie liiert war und einen Kurzurlaub in Paris verbrachte, im Luxushotel Ritz gegessen. Es gehört Al-Fayeds Vater. Anschließend sollte der Sicherheitschef des Hotels, Henri Paul, das Paar in Dodis Wohnung fahren - er war stark alkoholisiert, wie sich später herausstellte. Kurz nach Mitternacht prallte der Wagen in der Alma-Unterführung mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Tunnelpfeiler. Nur Al Fayeds Leibwächter trug einen Sicherheitsgurt - und nur er überlebte. Diana starb einige Stunden später an ihren inneren Verletzungen in einem Pariser Krankenhaus.

Unmittelbar danach kamen die ersten Gerüchte und Spekulationen auf - von der Behauptung, Diana sei schwanger gewesen bis hin zu einem Brief, in dem sie Monate vorher ihren eigenen Unfalltod infolge eines Komplotts vorausgesagt haben soll. Auf eine Weise ist Lady Di unsterblich geworden - durch Legendenbildungen und die sehr lebhaften Erinnerungen an sie, auch auf der Place de l’Alma in Paris.

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