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Bevölkerungsstudie : Glückliche Rentner in MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In keinem anderen Bundesland blicken so viele Erwerbstätige mit guten finanziellen Erwartungen dem Ruhestand entgegen wie in Mecklenburg-Vorpommern

Glücklich in Rente: In keinem anderen Bundesland blicken so viele Erwerbstätige mit guten finanziellen Erwartungen dem Ruhestand entgegen wie in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. 65 Prozent der Erwerbstätigen in MV erwarten, dass sich ihre Lebensqualität im Ruhestand verbessern zumindest aber gleichbleiben, 35 Prozent verschlechtern wird, geht aus dem gestern vorgestellten Deutschlandreport 2015 im Auftrag des Versicherungskonzerns Axa hervor. Bundesweit rechnen 39 Prozent mit einer Verschlechterung, 61 mit einer Verbesserung bzw. gleichbleibend guten Lebensqualität im Alter.

Ruheständler selbst sehen ihre Situation besser: Ein Viertel (Bund: 20 Prozent) berichtet in MV von einer verbesserten Lebensqualität, 53 Prozent (56) sagen, die Lebensqualität sei gleich geblieben, ein Viertel (25) erklären, dass sie sich für sie verschlechtert habe. Ohne Hilfe geht es bei vielen aber nicht: Nirgendwo in Ostdeutschland werden Ruheständler so stark von Kindern, Verwandten und Freunden finanziell unterstützt wie in MV. Zehn Prozent geben an, dass dies Bedeutung für ihren Ruhestand hat – der dritthöchste Wert bundesweit, nach Bayern 12 und Bremen 11 Prozent, geht aus der Umfrage hervor. Dabei bauen die Erwerbstätigen im Nordosten auf ihre eigene Finanzkraft: 59 Prozent – so viel wie nirgendwo in Deutschland – sorgen mit privaten Lebens- und Rentenversicherungen für den Ruhestand vor, ohne eine staatliche Förderung zu nutzen.

Insgesamt zeigt sich der Axa zufolge in Deutschland ein stark sinkendes Engagement bei der Ruhestandsplanung. Sechs von zehn Erwerbstätigen haben damit begonnen (60 Prozent). Vor zehn Jahren hingegen gab dies bei einer gleichlautenden Befragung noch ein gutes Drittel mehr an (82 Prozent). Und offensichtlich ist dieses Versäumnis den Befragten auch bewusst: So halten die Erwerbstätigen bundesweit im Durchschnitt 60 Prozent mehr an monatlicher Vorsorgeleistung zur privaten Altersvorsorge für nötig (412 Euro), als sie selbst tatsächlich aufbringen (257 Euro).

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