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Nach der Pleite der P+S-Werften : Gläubiger bitten zur Kasse

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Nach der Pleite der P+S-Werften in Vorpommern sind beim Insolvenzverwalter bis zum Freitag rund 2000 Gläubigerforderungen eingegangen. Die Frist für die Anmeldung der Forderungen sollte am Abend ablaufen.

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2012 | 07:53 Uhr

Schwerin/Stralsund | Nach der Pleite der P+S-Werften in Vorpommern sind beim Insolvenzverwalter bis gestern rund 2000 Gläubigerforderungen eingegangen. Die Frist für die Anmeldung der Forderungen sollte am Abend ablaufen. Allein am letzten Tag wurde der Eingang von 300 Ansprüchen registriert, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters sagte.

Das Wirtschaftsministerium macht allein Forderungen über 117 Millionen für ein Darlehen und die Rettungsbeihilfe geltend. Im Jahr 2009 hatte das Land einen 48 Millionen Euro schweren Kredit vergeben, von dem noch rund 46 Millionen Euro offen sind. Dazu kamen im Sommer 2012 rund 71 Millionen Euro des Landesförderinstituts, die für die als Rettungsbeihilfe ausgereicht wurden.

Das Finanzministerium sieht sich mit einem maximalen Ausfallrisiko in Höhe von 219,7 Millionen Euro konfrontiert: 118,5 für den Kredit-Bürgschaftsrahmen, den das Land gegenüber Banken gewährt hatte, sowie 101,2 Millionen für Kautionsversicherungen, mit denen die Anzahlungen von Bestellern abgesichert wurden. Auch diese Summen wurden bei der Insolvenzverwaltung angemeldet. "Wir gehen davon aus, dass die Maximalausfälle nicht eintreffen werden", sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Stefan Bruhn. Es wird damit gerechnet, dass Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann dem Gläubigerausschuss am Montag den Kaufvertrag für die Peene-Werft vorlegt. Die Lürssen-Werft in Bremen hatte das beste Angebot abgegeben. Die Kaufsumme soll Medienberichten zufolge rund 20 Millionen Euro betragen.

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