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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 12:38 Uhr

Schädlingsbekämpfung : Gift aus der Luft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Angriff auf Eichenschädlinge aus der Luft: Auf 630 Hektar Wald soll von Montag an Gift gegen die Raupen von Frostspanner-, Eulenschmetterling und Co. gespritzt werden.

Angriff auf Eichenschädlinge aus der Luft: Auf 630 Hektar Wald soll von heute an Gift gegen die Raupen von Frostspanner-, Eulenschmetterling und Co. gespritzt werden. Nach Angaben des Umweltministeriums in Schwerin sollen Hubschrauber die Mittel Dimilin und Dipel ES sprühen. Mehr als 30 Prozent der Eichen im Land hätten deutliche Schäden bei der Belaubung, erklärte Minister Till Backhaus (SPD). Die Eiche werde seit 2012 stark von Raupen verschiedener Eichenschädlinge befallen.

Die Umweltschutzverbände BUND und Nabu kritisierten den geplanten Einsatz. Das Ausbringen von Gift verhindere die Selbstregulierung des Schädlingsbefalls, sagte BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag. Das Versprühen per Hubschrauber drohe zudem die Schreiadler während ihrer Eiablage zu stören. Cwielag forderte einen Sicherheitsabstand von 1000 Metern zu den Horsten. Das Umweltministerium hält einen 300-Meter-Abstand für ausreichend. Auch zu Siedlungen werde es einen Sicherheitsabstand geben, so der Minister. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim soll ebenfalls von heute an gegen die Larven des Eichenprozessionsspinners vorgegangen werden. Die Raupen des Schädlings können allergische Reaktionen auslösen wie Ausschlag und Asthma führen. Nachdem im vergangenen Jahr Straßenbäume auf 1500 Hektar vom Hubschrauber aus behandelt worden waren, sollen es in diesem Jahr nur 400 Hektar sein, wie der Landkreis mitteilte. Die Belastung habe abgenommen, einige Areale seien aber immer noch sehr stark betroffen. Den Behörden zufolge ist das Mittel Foray für die Öko-Landwirtschaft zugelassen und für Bienen und andere Insekten sowie Vögel, Fische, Säugetiere und Menschen ungefährlich.

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