Sturm, Regen und Hagel : Gewitterfront über MV

Himmel über Parchim
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Himmel über Parchim

Die schwere Gewitterfront sorgte für zwei Verletzte. Rund 60 Bäume wurden entwurzelt. Ein Zeltlager der Jugendfeuerwehren evakuiert.

svz.de von
29. August 2016, 21:00 Uhr

Mit Gewittern, Sturm, Regen und Hagel hat sich am Sonntagabend die Hitzeperiode verabschiedet. Die größten Schäden gab es in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und bei Bütow im Kreis Mecklenburgische Seenplatte, wie Polizeisprecher gestern erklärten. So war bei Bütow ein 26 Jahre alte Autofahrer am Abend gegen einen auf die Straße gekippten Baum gefahren. Die 26 Jahre alte Beifahrerin wurde bei dem Unfall schwer, der Fahrer leicht verletzt aus dem Wagen geborgen. In der Region stürzten zeitgleich weitere Bäume um, so dass der Rettungseinsatz erschwert wurde.

In Westmecklenburg registrierten Polizei und Rettungsleitstelle rund 70 Einsätze wegen umgestürzter Bäume oder abgebrochener Äste. Allein 20 Bäume seien bei Friedrichsmoor auf die Landesstraße 92 gefallen. Die Straße zwischen Lewitzrand und Neustadt-Glewe musste gesperrt bleiben, da sie durch das herausgerissene Wurzelwerk ebenfalls beschädigt wurde. Bei Spornitz musste zudem eine Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße gesperrt werden.

Der meiste Regen fiel in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit 38 Litern pro Quadratmeter in zwei Stunden.

Auch das erste Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landes in Prora auf Rügen bekam die Gewitterfront zu spüren: Das Lager mit rund 600 Teilnehmern musste am Sonntagabend zeitweise evakuiert werden. Das teilte der Landesfeuerwehrverband gestern mit. Wegen eines Gewitters sei das Lager gegen 21 Uhr binnen sieben Minuten geräumt worden. Die Jugendlichen und ihre Betreuer kamen für zwei Stunden in der Mehrzweckhalle der örtlichen Jugendherberge unter. Verletzte oder Komplikationen habe es nicht gegeben, sagte ein Verbandssprecher.

Landessozialministerin Birgit Hesse (SPD) hatte die fünftägige Zusammenkunft wenige Stunden zuvor eröffnet. Sie dankte vor allem den Jugendwarten und Betreuern der Wehren: „Sie verleihen einer Jugendfeuerwehr mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Reiz, den Jugendliche brauchen, um regelmäßig am Dienst teilzunehmen.“ Bis Freitag gehören unter anderem Workshops zu Brandschutz-Erziehung, Demokratieentwicklung, aber auch Geselliges wie tägliche Disko-Abende zum Programm.

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