Aus dem Gerichtssaal : Gewinnspiele manipuliert - Urteil gegen Ex-Moderator rechtskräftig

Das Urteil gegen einen Rostocker Ex-Radio-Moderator ist rechtskräftig.
Das Urteil gegen einen Rostocker Ex-Radio-Moderator ist rechtskräftig.

Gesamtstrafe von fünf Jahren Haft wegen Betrugs und Bankrotts bleibt für früheren Rostocker Moderator bestehen.

svz.de von
31. Mai 2017, 14:48 Uhr

Er schanzte in Radio-Gewinnspielen Bekannten die Preise zu und kassierte selbst das allermeiste - jetzt ist die Verurteilung eines früheren Rostocker Moderators rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf am Mittwoch die Revision des Mannes nach kurzer Verhandlung. Damit bleibt es bei der Gesamtstrafe von fünf Jahren Haft wegen Betrugs und Bankrotts, zu der das Landgericht Rostock den im Nordosten bekannten Moderator vor gut einem Jahr verurteilt hatte. Der Verteidiger hatte versucht, die Strafe um einige Monate zu drücken, strebte auf Wunsch seines Mandaten aber ausdrücklich keine Neuverhandlung des Falls an.

Bei dem Gewinnspiel des Senders Ostseewelle Hitradio MV konnten Hörer 1000 Euro gewinnen, wenn sie sich beim Anruf des Moderators mit dem richtigen Slogan meldeten. Hatten sie aufgepasst und eine vorher in der Sendung genannte Summe gehört, konnten sie ihren Gewinn dann noch um diesen Betrag auf teils mehr als 10 000 Euro aufstocken. Mit einem Komplizen mischte der Moderator unter die Bewerber eingeweihte Bekannte, die er vorab per SMS auf den Anruf vorbereitete. Zwischen 2008 und 2010 betrogen die beiden den Sender mit neun manipulierten Spielen um insgesamt 72 500 Euro.

Wegen Bankrotts wurde der Mann verurteilt, weil er im Laufe einer Privatinsolvenz hohe Einnahmen vor seinen Gläubigern verheimlicht hatte. In die Strafe hatte das Landgericht eine frühere Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs miteinbezogen. (Az. 2 StR 489/16)

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