Entflohener Sträfling in Rostock : Gewalttäter weiter auf der Flucht

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Suche nach geflohenem Gewalttäter weiter erfolglos

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13. März 2015, 20:30 Uhr

Die Fahndung nach dem am Montag in Rostock geflohenen Gewalttäter ist auch am Freitag zunächst erfolglos geblieben.

In der Nacht hatte es erneut eine Suchaktion in  Rostock gegeben. „Wir konnten den Mann aber nicht fassen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Suche werde fortgesetzt. Anwohner hatten gemeldet, dass der Straftäter in einem Wäldchen im Stadtteil Dierkow im Nordosten Rostocks gesichtet wurde. Knapp drei Stunden lang suchte nach Mitternacht ein Polizei-Großaufgebot nach ihm, auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Der etwa zwei Meter große Mann war nach einer Verurteilung wegen Raubes und Körperverletzung im Maßregelvollzug. Am Montag nutzte er einen Aufenthalt in der Rostocker HNO-Klinik zur Flucht. Dabei hatte er die zwei Pfleger, die ihn begleiteten, nach einem Toilettengang mit einer Schere bedroht. Im Maßregelvollzug werden schuldunfähige oder vermindert schuldfähige Straftäter behandelt. Der 49-Jährige gilt als suchtkrank.

Die forensische Klinik hat unterdessen alle nicht zwingend erforderlichen Arztfahrten und Ausführungen für Patienten mit niedrigen oder keinen Lockerungsstufen ausgesetzt.

Wie der Sender Ostseewelle Hit-Radio Mecklenburg-Vorpommern gestern unter Berufung auf das Justizministerium berichtete, müssten dringliche Fahrten besonders genehmigt werden. Das Justizministerium hat nach Angaben eines Sprechers inzwischen der Universitätsklinik einen umfangreichen Fragenkatalog zugeschickt, um die Umstände der Flucht zu klären.

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