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Neubrandenburg : Getötetes Baby: Revision gegen Haftstrafe eingelegt

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Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg will sich nicht mit dem Urteil gegen eine 32-Jährige zufriedengeben, die Ende 2016 ihr Baby getötet hat. Sie fordert mehr als drei Jahre Haft.

svz.de von
erstellt am 14.Jul.2017 | 15:50 Uhr

Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft will weiter eine höhere Haftstrafe für die 32-jährige Frau erreichen, die ihr Baby im Dezember 2016 getötet hat. Eine Woche nach dem Urteil - drei Jahre Freiheitsstrafe - wurde fristgerecht Revision eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichtes am Freitag in Neubrandenburg sagte. „Wir warten nun die schriftliche Urteilsbegründung ab und prüfen dann, ob das Strafmaß tat- und schuldangemessen ist“, erklärte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. Das könne mehrere Wochen dauern.

Die 32-Jährige hatte vor Gericht zugegeben, das Mädchen nach der Geburt am 12. Dezember in ihrer Wohnung in einem Dorf bei Waren an  der Müritz gewürgt und getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigerin etwas weniger als drei Jahre. Das Gericht schätzte die Tat wegen der psychischen Belastung der Frau durch die Entbindung und anderer Umstände als minderschweren Fall ein und blieb deutlich unter der Forderung des Anklägers.

Ermittler hatten die Leiche des Kindes nach Hinweisen aus dem Umfeld der arbeitslosen Frau vier Tage nach dem Tod in einem Schrank in der Wohnung entdeckt. Der Lebensgefährte der Frau war nach Angaben des Gerichtes an der Schwangerschaft völlig desinteressiert gewesen.

Beide hätten bis zuletzt auch Alkohol und Drogen konsumiert.

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