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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 12:40 Uhr

Wirtschaft MV : Gesundheitsbranche boomt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Spitzenwert: In MV arbeitet jeder Fünfte im Gesundheitssektor. Reserven im Industriebereich

svz.de von
erstellt am 15.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Sie arbeiten vor allem in Krankenhäusern, Rehakliniken und Arztpraxen, in Pflegediensten und -heimen: Beinahe 148 000 Erwerbstätige sind in Mecklenburg-Vorpommern in der Gesundheitswirtschaft tätig. In keinem anderen Bundesland sind es, gemessen an der Gesamtbevölkerung, vergleichbar viele. Während im Bundesdurchschnitt jeder neunte in der Gesundheitswirtschaft arbeitet, ist es hierzulande jeder fünfte Beschäftigte. Das geht aus der aktuellen Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.

Allein seit 2014 sind in der Gesundheitswirtschaft des Landes 11  400 neue Stellen hinzugekommen. „Damit ist sie ein starker Impulsgeber für den Arbeitsmarkt und zugleich Jobmotor im Land“, betonte Landeswirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU).

Platz zwei im Ländervergleich erreichte MV beim Anteil der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft. 15,3 Prozent seien ein hervorragendes Ergebnis, so Glawe. Innerhalb von nur zwei Jahren sei der Anteil der Bruttowertschöpfung um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. „Das alles zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern zu recht damit wirbt, auf dem Weg zum Gesundheitsland Nr. 1 zu sein“, betont der Minister.

Diese gute Position bedeute aber nicht, dass bereits alle Potenziale erschlossen sind, merkte der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin, an. „Insbesondere bei der Arzneimittelproduktion, der Medizintechnik und anderen Zweigen der industriellen Gesundheitswirtschaft gibt es noch Reserven. Während diese Bereiche in MV etwa 12,5 Prozent der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft ausmachen, sind es im Durchschnitt der Bundesländer rund 21 Prozent, in Hessen und in Baden-Württemberg sogar 34,5 bzw. 29,8 Prozent.“ Die Linksfraktion erwarte, dass die Landesregierung hier aktiv wird und zum Beispiel zielgerichtet die Ansiedlung entsprechender Firmen fördere.

Auch im Wirtschaftsministerium sieht man hier, aber auch im Bereich Außenhandel, Nachholbedarf. „Wir brauchen am Ende mehr innovative und marktfähige Produkte, die international wettbewerbsfähig sind“, so Glawe. Das Land unterstütze daher auch Messeauftritte hiesiger Firmen z. B. in Dubai oder Düsseldorf.

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