Projekt aus MV trifft auf bundesweite Resonanz : Gesundes Schulessen aus der Region

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MV will mit gesundem Essen für Kinder und Jugendliche Schule machen. Der Verein Agrarmarketing MV hat gemeinsam mit mehreren Projektpartnern 23 "VitalMenüs" mit überwiegend regionalen Hauptzutaten entwickelt.

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08. Juni 2012, 10:20 Uhr

Schwerin | Mecklenburg-Vorpommern will mit gesundem Essen für Kinder und Jugendliche Schule machen. Der Verein Agrarmarketing MV (AMV) hat gemeinsam mit mehreren Projektpartnern 23 "VitalMenüs" mit überwiegend regionalen Hauptzutaten entwickelt, die bereits in 40 Schulen und 30 Kitas im Land angeboten werden. "Der Start ist gelungen", sagte gestern AMV-Geschäftsführerin Jarste Weuffen in Schwerin.

Die vor drei Jahren aus der Taufe gehobene Initiative ist vom Wirtschaftsministerium mit rund 146 000 Euro unterstützt worden. Weitere 50 000 Euro haben die Projektpartner eingebracht. "Die Menüs sind einerseits eine genussvolle Gesundheitsprävention und andererseits ein Beitrag zur Stärkung der Ernährungswirtschaft im Land", so Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Das Besondere: Schüler, Eltern und Lehrer wurden in die Entwicklung der Mahlzeiten einbezogen. Entsprechend gut sei nun die Akzeptanz, sagt Jarste Weuffen. Demnach hat der Caterer uwm Kulinaria aus Demen bei Crivitz (Kreis Ludwigslust-Parchim), der die Menüs bislang als einziger im Land anbietet, allein von März bis Mai 2012 mehr als 63 000 der vollwertigen Mahlzeiten verkauft. Der Anteil von 21,3 Prozent an insgesamt fünf täglichen Essensangeboten des Caterers sei bemerkenswert, da die Vital-Variante nicht im Billigsektor angesiedelt sei, so Weuffen. Die Preise bewegten sich zwischen 2,20 und 3,60 Euro. 98 Prozent aller uwm-Kunden hätten einmal und 87 Prozent mehrmals ein "VitalMenü" bestellt. Jeweils neun der 23 Gerichte sind mit Fleisch oder vegetarisch, fünf mit Fisch.

Die herkömmlichen Renner liegen demnach auch beim gesunden Essen an der Spitze - sie wurden nur entsprechend abgeändert: So wird das Jägerschnitzel nicht mehr paniert, sondern mit Vollkornnudeln und Tomatensoße angeboten. Hoch in der Kindergunst stehen auch Hackbällchen mit Karottenraspeln. Frisches Gemüse statt Tiefkühlkost sorge außerdem für einen besseren Geschmack, so Jarste Weuffen.

Auf den Geschmack kommen nun offenbar auch andere Anbieter. Laut AMV haben bislang Vertreter aus 13 Bundesländern Interesse an den "VitalMenüs" signalisiert. Weitere 60 Schulen aus MV hätten die Rezeptsammlung angefordert. Zwei weitere Caterer aus dem Nordosten seien an der Einführung interessiert. Regionale Lücken gebe es noch in Vorpommern sowie rund um Rostock. Zu den bisherigen Projektpartnern zählten unter anderem die AOK Nordost, das Zentrum für Lebensmitteltechnologie in Neubrandenburg und die Vernetzungsstelle Schulverpflegung des Landes.

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