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Wöbbelin : Geschäftsleute sauer über Umleitung

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Fast eine Woche sperrt eine Baustellenampel den Verkehr halbseitig. Geschäftsleute reagieren sauer. Mitten in der Baustelle ist eine Überfahrt, um die Gaststätte "Zur Eiche" und den östlichen Teil des Dorfes zu erreichen.

svz.de von
erstellt am 30.Mär.2012 | 08:45 Uhr

wöbbelin | Fast eine Woche sperrt eine Baustellenampel den Verkehr in Wöbbelin halbseitig. Geschäftsleute reagieren zunehmend sauer auf die Situation. Der Fahrzeugverkehr rollt relativ fließend durchs Dorf. Kurze Ampelschaltungen und eine bisher nur kleine Baustelle sind dafür verantwortlich.

Um so mehr empört die Geschäftsleute, dass vorauseilend eine weiträumige Umleitung eingerichtet ist und die Autofahrer angehalten werden, Wöbbelin zu meiden. Bei einem spontanen Treffen bringen Michaela Oetzel (die Familie betreibt eine Pension), Michaela Denissen (sie leitet mit ihrem Mann einen Bauernhof mit Direktvermarktung), Bärbel und Wolfgang Kähler (Gasthof "Zur Eiche") sowie Heike Struse ("Gemütliche Pension") ihren Unmut über die Situation zum Ausdruck. Auch Kerstin Richter, Inhaberin eines Blumen- und Pflanzengeschäfts, ist sauer. Es ärgert sie, dass so potenzielle Kunden vergrault werden.

Die Denissens beispielsweise sind auf die durchfahrende Kundschaft angewiesen, denn in Kürze beginnt die Spargelsaison. Familie Kähler hat das Problem, dass Baufahrzeuge die Parkplätze vor dem Gasthof "Zur Eiche" blockieren und die Gäste keinen Platz mehr finden. Sie fordern die zuständigen Behörden auf, die Umleitungsschilder abzubauen, zumal sie inzwischen erfahren haben, dass auch auf der Autobahn bereits darauf hingewiesen wird, Wöbbelin weiträumig zu umfahren.

Die Geschäftsleute sind auch mit der Vorbereitung der Baumaßnahme unzufrieden. Sie wollen genauere Informationen. In der Tat hatte ein paar Tage vor Baubeginn ein Behördenmitarbeiter gegenüber SVZ zugegeben, dass die Vorbereitung holterdipolter erfolgt sei.

Eine Erfahrung, die der Lüblower Bürgermeister Lothar Seliger nur zu gut kennt. Er war in die Umleitungsplanung überhaupt nicht einbezogen (SVZ berichtete). Dafür sieht er seine Gemeinde mit einer dramatischen Erhöhung des Verkehrsaufkommens seit Beginn der Baumaßnahme konfrontiert.

Die Baustelle in Wöbbelin ist momentan in der Tat leicht zu passieren. Kaum jemand, der länger als eine Minute warten muss. Das Längste seien drei Minuten gewesen, berichtete ein Autofahrer. Zudem ist die Baustelle im nördlichen Teil des Dorfes. Die Abzweigung aus Richtung Neustadt-Glewe in Richtung Ludwigslust ist frei. Dort sind die Kanalbauarbeiten bereits seit dem vergangenen Jahr abgeschlossen. Mitten in der Baustelle ist eine Überfahrt geschaffen worden, um die Gaststätte "Zur Eiche" und den östlichen Teil des Dorfes zu erreichen.

Mit Blick auf die Zeitdauer der Baustelle, rund eineinhalb Jahre, fordern die Wöbbeliner, auf Augenhöhe informiert und gehört zu werden, damit es nicht von Anfang an zu unüberwindlichen Kontroversen zwischen Bauverantwortlichen und Firmen kommt.


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