Wismar : Geschäft mit Kreuzfahrten ankurbeln

Dass Wismar in der Lage ist, Kreuzfahrtgästen einen interessanten Landgang zu bieten, haben bisherige Schiffsanläufe, so auch von MS 'Europa', in der Vergangenheit bewiesen. Foto: Hans-Joachim Zeigert
Dass Wismar in der Lage ist, Kreuzfahrtgästen einen interessanten Landgang zu bieten, haben bisherige Schiffsanläufe, so auch von MS "Europa", in der Vergangenheit bewiesen. Foto: Hans-Joachim Zeigert

Kreuzfahrtschiffe, die möglichst viele Gäste in die Hansestadt bringen, sind gern gesehen. Das hat die Bürgerschaft bestätigt. Mehr noch, die Abgeordneten gaben grünes Licht für die Gründung einer GmbH.

svz.de von
05. Juli 2012, 10:08 Uhr

Wismar | Kreuzfahrtschiffe, die möglichst viele Gäste in die Hansestadt bringen, sind in der Hansestadt gern gesehen. Das hat sogar die Bürgerschaft mit einem klaren Votum bestätigt. Mehr noch, die Abgeordneten gaben grünes Licht für die Gründung der Columbus Cruise-Center Wismar GmbH. Gesellschafter sind jeweils zur Hälfte die Seehafen Wismar GmbH und die Columbus Cruise-Center Bremerhaven GmbH.

Bereits im späten Frühjahr ging dazu eine Initiative der CDU-Fraktion im Stadtparlament aus. Der Antrag wurde zunächst in zwei Ausschüsse (Wirtschaft und Bau) verwiesen. Die neue Gesellschaft soll zunächst mächtig die Werbetrommel für den Naturhafen an der Wismarbucht rühren und damit eine diesbezügliche Vermarktung des Hafenstandortes vorantreiben. Allerdings wird mit einem Vorlauf von mehreren Jahren gerechnet, bis sich möglicherweise eine Kontinuität von Anläufen einstellt. Erste Kreuzfahrtschiffe, darunter durch sehr repräsentative Namen wie MS "Europa" (bisher drei Anläufe) und einmal das bekannte TV-Traumschiff MS "Deutschland", zeigten bereits Präsenz. Das Echo von Passagieren, die die Welterbe-Altstadt besuchen, war durchaus positiv.

Eine Beteiligung am Wettbewerb deutscher Kreuzfahrtmetropolen fand bisher verständlicherweise nicht statt. Schon deshalb nicht, weil sich Wismar nicht mit ausgesprochenen Kreuzfahrt-Metropolen messen kann und ein entsprechendes Terminal fehlt. Denn dies muss sicherheitsrelevanten Ansprüchen zur Gefahrenabwehr auf Schiffen und Hafenanlagen entsprechen. Der Erlass dieser neuen internationalen Bestimmungen rührt aus den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001. So schreibt ein so genannter ISPS-Code seit 2002 vor, was welcher Hafen in Bezug auf die Abfertigung von Passagierschiffen darf und was nicht.

Wismar verfügt mit dem neuen Liegeplatz Nr. 17 an der Stockholm-Kai über eine ISPS-Zertifizierung, die zumindest das Anlaufen und den Landgang der Gäste ermöglicht. Dafür wird eine zeitweilige Variante per Zaunfelder, Abfertigungszelt und Wachdienst gerecht. Ein Passagierwechsel ist dagegen bisher nicht möglich.

Letztendlich entscheiden entsprechende Kreuzfahrtveranstalter, ob sie ihre Routenpläne so abstimmen, dass auch Wismar mit in die jeweiligen Ziele einbezogen wird. Genau dies zu erreichen, wird eine der Aufgaben der neuen Gesellschaft sein.

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