Neubrandenburg : Gericht verhängt vier Jahre

Landgericht Neubrandenburg
Landgericht Neubrandenburg

Haft nach Agrar-Einbruchserie in Vorpommern.

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22. Dezember 2017, 20:55 Uhr

Das Landgericht Neubrandenburg hat einen Mann wegen einer spektakulären Einbruchserie bei Agrarfirmen zu vier Jahre Freiheitsstrafe verurteilt. Der 42-Jährige sei des schweren Bandendiebstahls schuldig, sagte Richter Henning Kolf gestern in Neubrandenburg. Die Bande aus Polen sei jeweils mit gemieteten Transportern entlang der Autobahn 20 gezielt in Firmen im Osten des Landes wie in Grischow, Bartow, Neuenkirchen und Grapzow eingebrochen. „Man wusste schon, dass man einiges rausholen wollte“, sagte Richter Kolf mit Blick auf die Transporter der Bande.

Die Einbruchserie hatte für große Unruhe bei Bauern gesorgt. Von Juli bis Oktober 2016 waren in 18 Fällen Werkzeuge, Autos, Pflanzenschutzmittel in großen Mengen und sogar Waffen gestohlen worden. Der Gesamtschaden wurde mit rund 500 000 Euro angegeben. Die Einbruchserie, für die die Polizei eine Sonderkommission einsetzte, endete erst, als die fünfköpfige Bande im Oktober 2016 bei Grischow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) festgenommen wurde.

Der 42-Jährige gehörte laut Gericht zu den beiden Anführern der Gruppe. Die Ermittler kamen den vier Männern und einer Frau – der Verlobten des jetzt Verurteilten – unter anderem durch Überwachung des Telefonverkehrs entlang der
A 20 und der Fahrzeugdaten der Leihwagen auf die Spur. Ein Komplize des 42-Jährigen stand mit diesem anfangs auch vor Gericht. Dessen Verfahren wurde jedoch abgetrennt.

Nach einem umfassenden Geständnis bekam dieser nach einer Absprache mit der Justiz dreieinhalb Jahre Haft. Ein ähnliches Angebot hatte der 42-Jährige ausgeschlagen, weshalb separat fast ein Jahr verhandelt worden war.

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