Pasewalk : Gericht untersucht Fischsterben

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20. September 2017, 19:00 Uhr

Gut zwei Jahre nach dem Fischsterben bei Anklam hat das Amtsgericht Pasewalk  den ersten Prozess in dem Zusammenhang anberaumt. Vom 2. November an sollen sich drei Männer aus dem Bioethanolwerk von Anklam wegen Verdachts der fahrlässigen Gewässerverunreinigung verantworten, wie ein Sprecher des Amtsgerichts sagte. Sie sollen laut Anklage dafür verantwortlich sein, dass Ende August 2015 mehr als 112 000 Liter Ethanol über ein Rohrsystem der Zuckerfabrik in die Peene geflossen waren, was zu einem großen Fischsterben führte.

Die Zuckerfabrik, zu der das Bioethanolwerk gehört, entschuldigte sich später für den Vorfall. Die Betreiberin einer Kanustation an der Peene hatte die toten Fische bemerkt und die Behörden alarmiert.

Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums waren damals 4,4 Tonnen tote Fische geborgen worden, die an Alkoholvergiftung verendet waren. Durch die hohe Dosis Ethanol und den langen Zeitraum sollen sogar 18 Tonnen Fisch verendet sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35 Jahre alten damaligen Produktionsleiter und zwei Mitarbeitern vor, nicht die nötige Sorgfalt bei Inspektionsarbeiten aufgebracht zu haben. Es habe damals eine Wartung an Sicherheitsventilen gegeben. Im Prozess soll nun geklärt werden, wer für welche Arbeiten genau zuständig war.

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