Gericht sieht bei Japke Fluchtgefahr

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20. September 2012, 07:50 Uhr

Rostock | Das Landgericht hat eine Haftbeschwerde im Fall Marcus Japke abgelehnt. „Nach Auffassung der Kammer besteht Fluchtgefahr“, sagt Gerichtssprecher Michael Mack. Der Radiomoderator müsse angesichts der Vielzahl der Taten und des langen Zeitraums mit einer erheblichen Bestrafung rechnen.


Damit bleibt Japke vorerst weiter in Untersuchungs-Haft. Er sitzt wegen des Vorwurfs, zwischen 2005 und 2006 eine damals 12- beziehungsweise 13-Jährige 50-mal sexuell missbraucht zu haben, bereits seit dem 29. Mai in der Justizvollzugsanstalt Waldeck ein. „Es wird noch einige Wochen bis zur Anklageerhebung dauern“, sagt Maureen Wiechmann von der Staatsanwaltschaft Rostock.


Für Japke bedeutet das mehr Zeit im Gefängnis. Erst nach sechs Monaten müsste das Oberlandesgericht prüfen, ob die U-Haft weiterhin gerechtfertigt ist. So lange will Japke-Anwalt Norbert Wendorff möglichst nicht abwarten: „Uns stehen noch weitere rechtliche Möglichkeiten zur Verfügung.“
Unterdessen verfolgt die Staatsanwaltschaft in einem gesonderten Verfahren neue Vorwürfe gegen den Moderator. Eine Frau beschuldigt ihn, sie 2010 vergewaltigt zu haben.

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