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Gericht kassiert Haftstrafe: Ex-Bandidos-Chef auf freiem Fuß

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erstellt am 20.Feb.2013 | 12:29 Uhr

Anklam | Der ehemalige Anklamer Bandidos-Chef Oswin H. muss trotz einer ursprünglich verhängten Haftsstrafe doch nicht ins Gefängnis: Statt hinter schwedischen Gardinen darf er nun wieder die Freiheit genießen. Das Landgericht Stralsund hat nach einem Revisionsverfahren die Hafturteile kassiert.

Das Greifswalder Amtsgericht hatte Oswin H. und drei weitere Gangmitglieder ursprünglich der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung für schuldig befunden und im Herbst vergangenen Jahres zu Haftstrafen zwischen einem Jahr und vier Monaten sowie knapp drei Jahren verurteilt. Das Quartett soll im Juli 2011 in Stresow vor einer Gaststätte zwei Männer mit Baseballschlägern und Kanthölzern brutal überfallen und übel zugerichtet haben.

Das Landgericht Stralsund revidierte nun die Urteile des Amtsgerichtes. Ex-Bandidos-Chef Oswin H. wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Ein weiterer Angeklagter erhielt ein Jahr und vier Monate auf Bewährung. Dagegen muss der mutmaßliche Rädelsführer Ronny R. für zwei Jahre und fünf Monate in den Knast, für einen weiteren Bandido geht es ein Jahr und sechs Monate ins Gefängnis.

Mit zehn Verhandlungstagen währte das Revisionsverfahren ungewöhnlich lange. Dass zwei Gefängnisstrafen kassiert wurden, nahm die Staatsanwaltschaft mit Fassung. "Strafe ist Strafe und bei zwei Jahren kämpfen wir da nicht noch groß", sagte Ralf Lechte, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, bezogen auf das Urteil für Oswin H. Haftentschädigung gibt es nämlich nicht.

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