Hilfsangebote im Winter : Genügend Unterkünfte für Obdachlose

Frieren?Nicht in MV! In vielen Wohnungslosen-Unterkünften  sind immer noch Plätze frei.
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Frieren?Nicht in MV! In vielen Wohnungslosen-Unterkünften sind immer noch Plätze frei.

Der Winter naht und damit auch die harte Zeit für Wohnungslose. MV bietet breites Hilfsangebot – von Schlafplatz bis warme Mahlzeit.

svz.de von
02. Dezember 2013, 12:06 Uhr

Der Winter kann kommen: Die Kommunen in MV haben auch für die Ärmsten vorgesorgt. Es gebe ausreichend Unterkünfte für Obdachlose, erklärte ein Sprecher des Sozialministeriums. Selbst für strengen Frost seien die Städte und Gemeinden gut gerüstet. Die Kapazitäten in den Wohnungslosen-Quartieren würden nie voll ausgeschöpft – es blieben selbst bei starker Kälte immer einige Betten frei, heißt es.

Kommunen im Nordosten würden aber keine zusätzlichen Hilfen einfordern oder etwa über Versorgungsprobleme berichten. Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Bielefeld gibt es in Deutschland etwa 284 000 Obdachlose, davon leben mindestens 24 000 auf der Straße.

In MV sei die sogenannte Straßenobdachlosigkeit eher seltener zu beobachten, so der Ministeriumssprecher. Die Kommunen würden vielfältige Hilfen anbieten.

Die Hansestadt Rostock beobachtet insbesondere in der Advents- und Weihnachtszeit eine große Hilfsbereitschaft ihrer Bürger gegenüber Bedürftigen. Ein Grund dafür sei die höhere Kaufkraft zum Jahresende – etwa durch Weihnachtsgeld oder 13. Gehalt, so ein Sprecher. Die größte Stadt des Landes biete mehr als 260 Plätze in Unterkünften für Wohnungslose – nur gut 200 Plätze davon würden regelmäßig genutzt.

Dazu gebe es Angebote für den Tagesaufenthalt in Begegnungsstätten, Suppenküchen und Wärmestuben, die teils auch Duschen, Kleidung und Waschmaschinen bereithalten, betonte der Stadtsprecher. Dennoch starb in Rostock Anfang November ein 52-jähriger Wohnungsloser auf der Straße an Unterkühlung, wie die Bundesarbeitsgemeinschaft mitteilte.

Gut versorgt werden Menschen ohne festen Wohnsitz in Schwerin, wie Peter Grosch, Geschäftsführer der Evangelischen Suchtkrankenhilfe MV, sagte. Neben dem städtischen Obdachlosenheim gebe es vier Suppenküchen von Diakonie und Caritas sowie die Ausgabestellen der Schweriner Tafel.

„Es muss niemand draußen sitzen oder tagsüber ohne Mahlzeit bleiben“, versichert Grosch, der auch Vorsitzender des Tafelvereins ist. „Das Netz ist eng gestrickt für die Bedürftigen.“

Auch in Neubrandenburg sind immer ein paar Betten für Obdachlose frei, wie die Stadt mitteilte. Das Unterkunft der Stadt verfüge über 46 Plätze, davon 34 in einem Wohnbereich und 12 in einer Übernachtungsstätte. Ein Dutzend Betten in der Herberge sei im Schnitt unbelegt.

In Stralsund betreibt das Deutsche Rote Kreuz eine Herberge für Obdachlose, teilt die Stadt mit. In dem Haus gebe es auch eine Kleiderkammer für Bedürftige. Daneben teilt die Diakonie in einer Begegnungsstätte Essen aus, auch soziale Beratung und Freizeitangebote können Wohnungslose hier nutzen.

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