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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 22:28 Uhr

Wirtschaftswachstum : Gemächlicher Aufschwung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zwei Prozent Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr in MV

Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist im ersten Halbjahr um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Bundesweit legte das Bruttoinlandsprodukt um 2,3 Prozent zu, wie das Statistische Landesamt gestern in Schwerin mitteilte. In den neuen Ländern und Berlin zusammen betrug das Plus 2,4 Prozent.

Weniger Wirtschaftswachstum als Mecklenburg-Vorpommern hatten den Angaben zufolge die Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Saarland. Spitzenreiter war Bayern mit einem Plus von 3,3 Prozent. Die Daten basieren auf vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. „Der Konjunkturmotor läuft, der Aufschwung hält an“, sagte er. Die Wirtschaftspolitik des Landes trage Früchte, der Fokus auf Neuansiedlungen und Erweiterungen mache sich bemerkbar.

„Das schafft Arbeit im Land“, betonte der Minister. Besonders das verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungsbereich und die Landwirtschaft hätten zum Wachstum im ersten Halbjahr erheblich beigetragen. Wichtig sei, dass viele Menschen von der guten wirtschaftlichen Entwicklung am Ende auch beim Einkommen profitieren. Da gebe es noch viel zu tun.

Mecklenburg-Vorpommerns Arbeitgeber forderten mit Blick auf die laufenden Gespräche zwischen SPD und CDU zur Regierungsbildung, ein ambitioniertes Industrieansiedlungs- und Standortprogramm in ihren Koalitionsvertrag aufzunehmen.

Der Wirtschaftsprofessor Michael Rauscher von der Universität Rostock sieht die neue Landesregierung vor einem kaum zu schaffenden Spagat: günstige Rahmenbedingungen für die Wachstumsregionen in Mecklenburg-Vorpommern aufrechtzuerhalten und gleichzeitig dem Problem zu begegnen, dass Menschen in den peripheren Regionen des Landes sich abgehängt und vernachlässigt fühlen.

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