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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 13:33 Uhr

Geld kennt keine Grenzen

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erstellt am 01.Nov.2013 | 05:51 Uhr

Geld ist schon lange nicht mehr an Ländergrenzen gebunden. Das beste Beispiel ist der Euro. Seit rund zehn Jahren existiert er als gemeinsame Währung in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten. Dennoch gibt es in den meisten europäischen Ländern noch unterschiedliche Verfahren im bargeldlosen Zahlungsverkehr, also bei Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Mit der Einführung von Sepa soll ein einheitliches System für den europäischen Wirtschaftsraum geschaffen werden. Die wichtigsten Fakten rund um das Verfahren im Überblick:

Was bedeutet Sepa?

Das Kürzel Sepa steht für Single Euro Payments Area. Das bedeutet übersetzt: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Mit der Einführung von Sepa soll laut Bundesfinanzministerium der Zahlungsverkehr im europäischen Wirtschaftsraum harmonisiert und mit einheitlichen Zahlungsverkehrsprodukten - Überweisungen und Lastschriften - ausgestattet werden. Das heißt, dass Zahlungen innerhalb Deutschlands ebenso wie grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU künftig nach denselben ,Spielregeln ablaufen werden.

Wann beginnt die Sepa-Umstellung?

Sepa-Verfahren werden bereits heute am Markt angeboten. Sie spielen laut Bundesfinanzministerium bisher allerdings nur bei grenzüberschreitenden Zahlungen eine Rolle. Für Zahlungen innerhalb Deutschlands nutzten Verbraucher bisher überwiegend das herkömmliche Lastschrift- und Überweisungsverfahren.

Bis zum 1. Februar 2014 müssen Banken insgesamt auf den europaweiten Standard umgestellt haben. Dann werden die internationale Kontonummer Iban und die Bankleitzahl Bic das herkömmliche Verfahren ablösen.

Banken und Sparkassen bieten aufgrund einer Sonderregelung im Sepa-Begleitgesetz für ihre Kunden eine zweijährige Übergangszeit an. Derart können Verbraucher für den innerdeutschen Zahlungsverkehr noch bis zum 1. Februar 2016 ihre bisherigen Kontodaten verwenden.

Was ändert sich für Verbraucher?

Verbraucher haben vor allem den Vorteil, dass grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU sicherer werden. Außerdem sollen so Bankgeschäfte über Grenzen hinweg innerhalb eines Tages abgewickelt werden können.

Ändern wird sich für Verbraucher vor allem, dass die bisherigen deutschen Kontonummern und Bankleitzahlen abgelöst werden. Sie werden durch die internationale Kontonummer Iban und die neue Bankleitzahl Bic ersetzt.

Wofür steht Iban?

Iban ist die Abkürzung für International Bank Account Number, also die neue internationale Kontonummer. Sie besteht unter anderem aus einer Länderkennung, der bisherigen Kontonummer und Bankleitzahl. Viele Banken drucken die Iban bereits seit längerem auf den Kontoauszug ihres Kunden. Bei anderen Banken besteht die Möglichkeit, die Iban online zu erfragen, wenn man ein Onlinekonto hat. Zudem finden sich im Internet mehrere Iban-Ermittlungsprogramme. Generell wird die Nachfrage beim Kundenberater der Hausbank weiter helfen.

Was bedeutet Bic?

Bic ist die neue internationale Bankleitzahl und steht für Business Identifier Code. Sie wird - zumindest zu Beginn - die deutschen Bankleitzahlen ersetzen.

Wie funktioniert das neue Verfahren?

Wer eine Überweisung tätigen will, muss in ein Überweisungsformular ab Februar seine internationale Kontokennung Iban und evtl. die Bic eintragen.

Beim Lastschriftverfahren wird die bisherige Einzugsermächtigung durch ein sogenanntes Sepa-Mandat ersetzt. Die Umstellung auf ein rechtsgültiges Mandat funktioniert bei den meisten Geldinstituten automatisch - Kunden müssen dazu nichts veranlassen.


Kostet mich die Umstellung etwas?

Für Verbraucher ist die Sepa-Umstellung kostenlos. Eine neue Kredit- oder EC-Karte mit der Iban-Kennzeichnung bekommen Bankenkunden automatisch beim turnusgemäßen Kartentausch.

Welche Länder sind dabei?

Insgesamt 33 Länder machen mit: Mit dabei sind alle 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.

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