Rettungsbeihilfe zur Überbrückung : Geld für Werften freigegeben

Ohne Beihilfen haben die Werften in Stralsund und Wolgast keine Chance. Foto: dpa
Ohne Beihilfen haben die Werften in Stralsund und Wolgast keine Chance. Foto: dpa

Nach dem Ja von Belegschaft und Zulieferern, sich an der Rettung der P+S-Werften zu beteiligen, hat die Landesregierung ihre Rettungsbeihilfe freigegeben. Das Land hatte insgesamt 152,4 Millionen Euro zugesagt.

svz.de von
03. Juli 2012, 05:51 Uhr

Schwerin | Nach dem grundsätzlichen Ja von Belegschaft und Zulieferern, sich an der Rettung der P+S-Werften zu beteiligen, hat die Landesregierung gestern ihre Rettungsbeihilfe in voller Höhe freigegeben. Damit muss die Ministerrunde nicht wie bisher immer wieder kleinere Einzelsummen bewilligen.

Das Land hatte insgesamt 152,4 Millionen Euro Rettungsbeihilfe zur Überbrückung zugesagt, wie Regierungssprecher Andreas Timm nach der Kabinettssitzung sagte. Bisher sind davon 44 Millionen Euro ausgezahlt worden. Den Rest können die P+S-Werften in Stralsund und Wolgast in den kommenden Wochen je nach Bedarf abrufen. Bei der Rettungsbeihilfe handelt es sich um Bankenkredite, für die das Land und der Bund je zur Hälfte bürgen.

Mit seiner Entscheidung sende das Kabinett ein klares Signal an die Werft, erklärten Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in einer gemeinsamen Mitteilung. "Die Landesregierung steht hinter der Werft und ihren Beschäftigten. Es ist wichtig, dass die Werft ihre Aufträge fertigstellen kann."

Die Freigabe sei an die Erwartung geknüpft, dass die Werftleitung ihre Gespräche mit den Zulieferern und den Beschäftigten bis Anfang August erfolgreich abschließt. Die Beschäftigten sollen in den nächsten Jahren 68 Millionen Euro aufbringen, die Zulieferer mindestens 20 Millionen. Dann bürgen Land und Bund für einen Kredit zur Sanierung der angeschlagenen P+S-Werften. Dabei geht es nach bisherigen Angaben um 182 Millionen Euro. Bis Ende August muss dazu ein Umstrukturierungsplan von der Werft vorliegen, der dann an die EU weitergeleitet werden soll, wie es hieß.


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