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FC Hansa Rostock : Geistertickets stark gefragt

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Die Hansa-Fans machen mobil. Der Kartenvorverkauf für die Heimpartie gegen Dynamo Dresden am Sonntag läuft auf Hochtouren. Doch das Duell findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Ros-tock | Die Hansa-Fans machen mobil. Der Kartenvorverkauf für die Heimpartie gegen Dynamo Dresden (Sonntag 13.30 Uhr in der DKB-Arena) läuft auf Hochtouren. Doch dabei dürften die Norddeutschen gar keine Tickets für die Auseinandersetzung des 19. Spieltages veräußern. Denn das Duell gegen die Sachsen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Diese Strafe verhängte der Deutsche Fußball-Bund nach den Ausschreitungen während des Spiels Hansa kontra St. Pauli, als Raketen aus Heimblöcken in den Gästebereich geschossen wurden. Dem finanziell klammen Club würden Einnahmen von rund 400 000 Euro fehlen, was ihn an den Rand der Existenz bringen würde.

Um das zu verhindern, traten FCH-Sympathisanten mit verschiedenen Vorschlägen an den Verein heran, wie man den Schaden für Hansa möglichst gering halten kann. Neben dem Wunsch, bereits gekaufte Billets nicht umzutauschen, griffen die Rostocker die Idee von virtuellen Tickets auf.

Ein voller Erfolg: Bis gestern Abend gingen innerhalb weniger Tage knapp 4000 dieser besonderen Eintrittskarten über den Ladentisch. Im Fanshop bildeten sich lange Schlangen. Zudem brach der Online-Verkauf über die Homepage des Vereins (www.fc-hansa.de) zusammen. "Wir können den Imageverlust natürlich nicht abpuffern, aber wenn wir den wirtschaftlichen Schaden zumindest etwas begrenzen können, dann hätten wir schon etwas erreicht", erklärte Hansa-Boss Bernd Hofmann, der sich überrascht vom "Run" auf die Tickets zeigte. "Damit haben wir nicht gerechnet. Es ist aber schön zu sehen, dass die Fans zu uns stehen und versuchen zu helfen."

Neben den virtuellen Karten wurden auch alle 700 vorgefertigten T-Shirts mit dem Aufdruck "Sportsgeist statt Geisterspiel" abgesetzt. "Wir haben schon welche nachgeordert", so Rostocks Vereinsvorsitzender.

Trotz der Unterstützung der Fans hat Bernd Hofmann aber nicht vergessen, weshalb es überhaupt zum Geisterspiel kam. "Wir werden unseren Weg gegen Krawallmacher konsequent weitergehen. Deshalb haben wir ja auch die ,Taskforce’ gegründet."

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erstellt am 12.Dez.2011 | 06:58 Uhr

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