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Beraterfirma stellte Sanierungskonzept für Staatstheater vor : Gehen Schlossfestspiele eigene Wege?

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Die Münchner Beratungsfirma "Metrum" präsentierte gestern im Kultusministerium ihr Gesamtkonzept zur "finanziellen Sanierung des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin".

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erstellt am 01.Jul.2013 | 07:47 Uhr

Schwerin | Die Münchner Beratungsfirma "Metrum" präsentierte gestern im Kultusministerium ihr Gesamtkonzept zur "finanziellen Sanierung des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin". Im Beisein von Kultusstaatssekretär Sebastian Schröder (SPD) und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) wurde ein Bündel an Maßnahmen vorgeschlagen, deren größte Veränderungen die Auslagerung der Schlossfestspiele und das Integrieren der Landesbühne in Parchim sind. Die Schlossfestspiele, die seit zehn Jahren ein erfolgreiches Sommerevent sind, sollen in eine eigenständige Gesellschaft der Stadt ausgegründet werden. Offenbar erhofft sich "Metrum" davon, dass zusätzliche Tourismusfördermittel fließen können. Diese Variante stößt aber bei Generalintendant Joachim Kümmritz auf Ablehnung. Oberbürgermeisterin Gramkow nannte das Konzept eine "Diskussionsgrundlage" bei der man sich aber die wirtschaftlichen Bedingungen ansehen müsse.

Das Kinder- und Jugendtheater in Parchim soll als eigene Sparte in das Staatstheater integriert werden. Davon erhoffen sich die Berater Einsparungen von bis zu 330 000 Euro. Schwerwiegende Einschnitte könnte es auch für die niederdeutsche Fritz-Reuter-Bühne geben. Sie soll nach Parchim verlagert werden, würde aber bei anvisierten Einsparungen von 290 000 Euro in Richtung Amateurbühne gedrängt. In der heutigen Spielstätte im E-Werk sollen durch einen "optimieren Spielplan" 100 Vorstellungen eingespart werden.

Weitere Vorschläge sehen die Nichtneubesetzung von 30 Stellen sowie Haustarife bei Orchester und Chor vor. Die umliegenden Landkreise sollen mit einer Mitfinanzierung von 400 000 Euro herangezogen werden. Das bedarf allerdings deren Zustimmung. Und das Land will seine Zuschüsse deutlich steigern.

"Metrum" rechnet mit einem Potenzial von 3,25 Millionen Euro im nächsten Jahr und über sechs Millionen Euro 2020. Staatssekretär Schröder: "Die Empfehlungen sind eine gute Diskussionsgrundlage, wie man das Theater unter schwierigen Bedingungen konsolidieren kann."

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