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Mecklenburg-Vorpommern

26. September 2017 | 04:10 Uhr

Nord Stream 2 : Gegen Verlust von Feldern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bauern lehnen Ackerflächen als Ausgleich für Gasleitung ab

Mecklenburg-Vorpommerns Bauern lehnen Ackerflächen als Ausgleich für den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 grundsätzlich ab. Kompensationsmaßnahmen für einen Eingriff im Wasser – wie im Fall der Ostseegasleitung – sollten auch im Wasser durchgeführt werden, erklärte der Präsident des Landesbauernverbandes, Detlef Kurreck, gestern in Neubrandenburg.

Für den Bau der 1200 Kilometer langen Pipeline von Russland nach Deutschland sollten als Umwelt-Ausgleich rund 1000 Hektar hochwertiges Ackerland auf Rügen in Grünland umgewandelt werden. Dagegen protestieren Bauern seit Monaten. Am Montag hatte eine nicht öffentliche Anhörung dazu begonnen.

Die geplante Umwandlung von fruchtbaren Ackerflächen in Grünland oder Wald auf Rügen als Kompensation sei „völlig inakzeptabel“, betonte Kurreck. Das koste Fläche, was zum Verlust von Wertschöpfung und letztlich Arbeitsplätzen führe. Für Landwirte spiele es dabei keine Rolle, in wessen Eigentum sich diese Flächen befänden.

Der Bau der Leitung wird bereits vorbereitet und soll 2018 beginnen. Sie soll weitgehend parallel zur Nord-Stream-1-Trasse gebaut werden, die 2011 in Betrieb ging.

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