Fahrradfahren im Trend : Gegen Lücken und Löcher auf Radwegen

Eine Gruppe Radurlauber ist auf dem Küstenradweg unterwegs.
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Eine Gruppe Radurlauber ist auf dem Küstenradweg unterwegs.

Linke fordert deutlich mehr Geld für den Ausbau des desolaten Wegenetzes

svz.de von
03. April 2017, 05:00 Uhr

Die Linke fordert eine Radoffensive für Mecklenburg-Vorpommern und deutlich mehr Geld für den Ausbau des noch immer lückenhaften und teilweise maroden Wegenetzes im Land. „Schluss mit der Fokussierung aufs Auto“, sagte die Linken-Abgeordnete Mignon Schwenke. Auf Antrag ihrer Fraktion wird sich der Landtag am Donnerstag mit dem Thema befassen.

Das Fahrrad gewinne durch ein wachsendes Gesundheits- und Umweltbewusstsein immer mehr an Bedeutung, sagte Schwenke. Es sei für viele ideales Verkehrsmittel für den täglichen Arbeitsweg und spiele auch in der Freizeit eine immer größere Rolle. „Der Radurlaub gehört zu den wichtigsten Urlaubsarten in Mecklenburg-Vorpommern. 41 Prozent der Gäste nutzt im Urlaub mindestens einmal das Rad, fast ein Viertel der Gäste macht Radurlaub“, sagte Schwenke und begründete damit ihre Forderung nach einem Ausbau des Radwegenetzes, zu dem sich auch SPD und CDU im Koalitionsvertrag bekannt hätten.

Um das angestrebte flächendeckende, durchgängige und sichere Wegenetz für Radfahrer zu schaffen, reiche die Fortsetzung des Lückenschlussprogramms entlang der Landstraßen jedoch nicht. „Die fünf Millionen Euro, die jährlich eingeplant sind, können den Bedarf bei Weitem nicht decken“, monierte Schwenke. Der Verweis des Landes auf die kommunale Zuständigkeit helfe auch nicht weiter, denn den Gemeinden fehle meist das Geld. „Es ist unabdingbar, dass Fernradwege und landesbedeutsame Radwege in Landesverantwortung übernommen werden, um die Koordination zu verbessern und Kommunen zu entlasten“, sagte Schwenke. Die Mittel dafür müsse die Regierung im Doppelhaushalt für 2018/19 und darüber hinaus fest einplanen.

Zuvor schon hatte der Landestourismusverband den Zustand der Radwege bemängelt und auf negative Gästereaktionen verwiesen. Etwa 20 Prozent der Strecken auf den vier wichtigen Radfernwegen im Nordosten sind laut Verband in schlechtem Zustand. Den größten Handlungsbedarf sehen die Touristiker für den Ostseeküsten-Radweg. 185 von 670 Kilometern wurden als unzureichend eingestuft.

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