Unternehmer der Region : Gegen eine Zwangsehe mit Parchimer Verband

Foto: Kawi
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Auf der Mitgliederversammlung des Unternehmerverbandes Norddeutschland, Mecklenburg-Schwerin, wurden die Weichen für einen Zusammenschluss der Regionalleitungen Ludwigslust und Parchim gestellt.

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01. Mai 2012, 06:43 Uhr

Schwerin/Ludwigslust | Auf der kürzlich in Schwerin stattgefundenen Mitgliederversammlung des Unternehmerverbandes Norddeutschland, Mecklenburg-Schwerin, wurden die Weichen für einen Zusammenschluss der Regionalleitungen Ludwigslust und Parchim gestellt. Grundlage dafür war ein Antrag des Präsidiums zur Anpassung der im Rahmen der Kreisgebietsreform entstandenen Regionalstruktur im Landkreis Ludwigslust-Parchim. In der Beschlussvorlage dazu hieß es, dass eine Fusion der beiden Regionalleitungen entsprechend der neuen Landkreisstruktur "schnellstmöglich geboten" sei, "um möglichen Schaden durch unterschiedliche Meinungsbildungsprozesse und Vertretungen gegenüber (anderen) Einrichtungen abzuwenden beziehungsweise diesen vorzubeugen. "Der Antrag wurde von der Mitgliederversammlung mit deutlicher Mehrheit angenommen. Es ist jetzt davon auszugehen, dass bis zum 30. Juni 2012 eine gemeinsame Mitgliederversammlung beider Regionen einberufen wird, die mit einfacher Mehrheit über die Fusion beider Regionalleitungen entscheidet. In Unternehmerkreisen gilt die Fusion auf der Grundlage des in Schwerin gefassten Beschlusses als sicher. Denn die Regionalleitung Parchim, die die Fusion maßgeblich vorantreiben will, hat deutlich mehr Mitglieder (171) als Ludwigslust (103).

Die Ludwigsluster unter Leitung von Wolfgang-Reiner Hildesheim wollen die Fusion aber in dieser verordneten Form nicht (SVZ berichtete), haben aber versäumt, den Antrag über den Wege der Geschäftsordnung fristgerecht von der Tagesordnung nehmen zu lassen, wie der Tagungsleiter der Mitgliederversammlung bekannt gab.

"Die Regionalleitung Ludwigslust hat von ihren Mitgliedern den klaren Auftrag, eine verordnete Fusion zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen", erklärt Hildesheim gegenüber dem Hagenower Kreisblatt. Deswegen sei man nicht, so der Regionalleiter weiter, gegen eine Zusammenarbeit mit den Parchimern, und somit nicht gegen ein langfristiges Zusammenwachsen. Es ist demzufolge abzusehen, dass die Ludwigsluster Unternehmer entweder gar nicht an der Fusions-Mitgliederversammlung teilnehmen oder dagegen stimmen. Deren Ausgang, das wissen alle, ist aber als klares Votum im Sinne des Präsidiumsantrages zu erwarten. Die Ludwigsluster planen in diesem Fall eine eigene Interessenvertretung.

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