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Persiflage auf Pegida : „Gegen die Idiotisierung des Abendlandes“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 05.Jan.2015 | 17:30 Uhr

Als Persiflage auf die Anti-Islam-Bewegung Pegida haben Gegner in Schwerin das Bündnis „Schweriner gegen die Idiotisierung des Abendlandes“ – kurz Schwegdida – gegründet. Seit heute hat Schwegdida eine eigene Seite im sozialen Netzwerk Facebook.

Anlass der Aktion: Anhänger der Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) haben für den kommenden Montagabend wie in Rostock auch in der Landeshauptstadt eine Kundgebung geplant. Wie Stadtsprecherin Michaela Christen bestätigte, wurde die Veranstaltung mit 100 Teilnehmern für 18.30 Uhr an der Schweriner Siegessäule am Alten Garten angemeldet. Danach soll ein Marsch durch die Innenstadt stattfinden. Anmelder ist eine Privatperson aus dem Schweriner Stadtteil Mueßer Holz.

Die Kundgebung „Mecklenburg gegen die Islamisierung des Abendlandes“ wird seit Tagen von Megida, ein Ableger der Pegida, im Internet beworben. Inhaltliche Angaben, die über den Titel hinausgehen, werden auf der Facebook-Seite nicht gemacht. „Wir teilen die Ziele der Mvgida. Wir sind zuständig für Schwerin, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und Umgebung“, heißt es dort lediglich lapidar.

Gegen Megida und die geplante Demo an der Siegessäule gibt es Widerstand von Schwerinern. Eine Gegendemonstration – organisiert von Schwegdida – soll ebenfalls am Montag zwischen 18 und 19.30 Uhr auf dem Schweriner Alten Garten in Nachbarschaft zur Kundgebung an der Siegessäule stattfinden. „Wir wollen ein Zeichen für Toleranz setzen“, sagte eine Organisatorin. Die Gegenveranstaltung wurde bereits beim Ordnungsamt der Stadt angemeldet.

Noch heute kündigten Vize-Landtagspräsidentin Silke Gajek (B90/Grüne) und Schweriner Stadtvertreter wie Cécile Bonnet (FDP) in sozialen Netzwerken ihre Teilnahme an der Gegendemo an. Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben mit 150 Teilnehmern.

 

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