Städtebau MV : Geförderter Abriss, geförderter Neubau

Plattenbauten: Blick auf den Dreesch in Schwerin
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Plattenbauten: Blick auf den Dreesch in Schwerin

Soziales Wohnungsbauprogramm des Landes in vier Städten. Enorme Unterschiede auf Wohnungsmarkt

svz.de von
29. Juni 2016, 06:00 Uhr

Die Landesregierung unterstützt den sozialen Wohnungsbau aktuell in vier Städten Mecklenburg-Vorpommerns. Dort stehen weniger als vier Prozent der Wohnungen leer. Dabei handelt es sich um Rostock, Greifswald, Waren und Bad Doberan, wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern in Schwerin sagte.

In diesem Jahr stünden dafür 12,5 Millionen Euro bereit, im kommenden Jahr 14,5 Millionen Euro. Damit könne der Neubau von jährlich 500 bis 600 Wohnungen mit einem Zuschuss von etwa 600 Euro pro Quadratmeter gefördert werden. Bauherren, die Förderung bekommen, dürfen anschließend eine Kaltmiete von maximal 5,50 Euro pro Quadratmeter nehmen. Zugleich wird in 13 anderen Städten und Gemeinden mit hohem Leerstand der Abriss von rund 1200 Wohnungen unterstützt. Dafür stehe Geld im Städtebauförderprogramm bereit, sagte Glawe. Geld für den Abriss fließe unter anderem nach Woldegk und Friedland sowie nach Schwerin, wo Plattenbau-Hochhäuser verschwinden sollen. Das Städtebauförderprogramm 2016 umfasst Glawe zufolge 52 Millionen Euro. Gefördert würden städtebauliche Projekte in 35 Kommunen. Als Beispiele nannte er Kita-Modernisierungen in Güstrow und Rostock, Schulerweiterungen in Ahlbeck, Röbel und Waren sowie die Sanierung zahlreicher Straßen in verschiedenen Gemeinden. Die Nachfrage nach den Städtebaufördermitteln ist groß. Es sei doppelt so viel beantragt worden wie jetzt genehmigt wurde, sagte Glawe. Das Geld im Städtebauförderprogramm kommt je zur Hälfte von Land und Bund.

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