zur Navigation springen

Trauriger Trend : Gefahr auf den Straßen nimmt zu

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Minister ratlos – Zahl der Unfalltoten steigt drastisch

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 20:00 Uhr

Die Autos sind so sicher wie nie – doch die Zahl der Unfalltoten steigt in Mecklenburg-Vorpommern drastisch. Wie gestern das Statistische Bundesamt mitteilte, kamen in der ersten Hälfte 2014 auf den Straßen im Nordosten 43 Menschen ums Leben. Das waren 14 mehr als im Vorjahreszeitraum.

„Diesen traurigen Trend konnte die Polizei trotz deutlich intensivierter Verkehrsüberwachung nicht aufhalten“, sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gegenüber unserer Redaktion. Eine Erklärung für diese negative Entwicklung könnte der relativ kurze Winter sein, so Caffier. Sind Straßen schnee- und eisfrei, werde mehr gerast.

Allerdings scheint sich der Trend auch in diesem Monat fortzusetzen. Erst am Mittwoch waren nach einem schweren Verkehrsunfall bei Bützow (Landkreis Rostock), drei Tote zu beklagen. Ein 18-Jähriger aus Zittau hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Die Landstraße war zum Unfallzeitpunkt nass. Kurz zuvor war es auf der A 20 nur wenige Kilometer entfernt in Höhe Kröpelin durch Aquaplaning zu einer Massenkarambolage mit 13 Fahrzeugen gekommen.

Noch bis 2013 war die Zahl der Unfalltoten in Mecklenburg-Vorpommern kontinuierlich gesunken – von 284 Getöteten im Jahr 2003 auf 80 im vergangenen Jahr. Schuld am Anstieg 2014 sind laut Innenministerium weder die Fahranfänger noch die Senioren. „Eine deutliche Steigerung ist bei den Verursachern tödlicher Unfälle in der Altersgruppe der 25- bis unter 35-Jährigen feststellbar“, so Caffier. Nach einer plausiblen Erklärung für dieses Phänomen wird im Ministerium offenbar noch gesucht.

Auch bundesweit nahm die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle zu. Auf Deutschlands Straßen kamen von Januar bis Juni 1576 Menschen ums Leben, 9,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen