Herkulesstaude : Gefährlicher Bärenklau

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Riesen-Pflanze wächst am Straßenrand. Bei Kontakt verbrennt die Haut

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27. Juli 2015, 06:30 Uhr

Einwanderer aus dem Kaukasus: Der Riesen-Bärenklau wächst vor allem am Straßenrand mehrere Meter hoch. Aber er keimt auch in den Gärten. Das Problem: Bei Kontakt mit der Pflanze verbrennt die Haut. „Bis zu vier Meter groß kann der imposante, aber schädliche Einwanderer aus dem Kaukasusgebiet werden“, beschreibt Joachim Vietinghoff, Abteilungsleiter im Landesamt für Landwirtschaft, den Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum). Derzeit blühen die Pflanzen noch oder beginnen bereits, an ihren 50 Zentimeter großen Dolden 15  000 Samenfrüchte oder mehr zu bilden. Die auch Herkulesstaude genannte Pflanze fällt vor allem als großes Einzelexemplar auf.

Der Kaukasusriese ist für viele negative gesundheitliche Aspekte bekannt: Dazu gehören Rötungen und Entzündungen der Haut durch Kontakt mit der Pflanze bis zu heftigen Verbrennungen durch den Pflanzensaft, aber auch Atemnot und Bronchitis durch den bloßen Aufenthalt an sonnigen Tagen in der Nähe der Pflanzen. Besonders gefährdet sind Kinder, die in den urzeitlich anmutenden Bärenklau-Dickichten gern spielen.

Gegen die Verbreitung hilft mehrfaches Mähen, Mulchen oder Fräsen, rät das Landesamt. Kleinere Bestände oder Einzelpflanzen werden am besten mit dem Spaten abgestochen. Dabei muss der bis zu 20 Zentimeter tief unter der Bodenoberfläche liegende Vegetationskegel getroffen werden, sonst treibt die robuste Pflanze sofort wieder aus. Die erste Bekämpfung erfolgt bestmöglich schon im April.

Pflanzenexperte Vietinghoff rät: „Jetzt im Sommer sollten die gut sichtbaren, großwüchsigen Pflanzen unbedingt am Aussamen gehindert werden! Einzelne Exemplare sind – möglichst im Schutzanzug mit Brille, aber wenigstens mit Handschuhen – am besten auszugraben und im Plastiksack im (Rest)Müll zu entsorgen. Wenn nicht die ganze Pflanze vernichtet werden kann, sollten mindestens die Dolden entfernt und in den Müll gegeben werden – keinesfalls auf den Kompost! Verbrennen ist auch eine Möglichkeit.“ Chemisch kann der Riesen-Bärenklau effektiv bekämpft werden, sinnvollerweise in Kombination mit den oben genannten mechanischen Maßnahmen. Eine großflächige Bekämpfung muss Fachfirmen überlassen werden.

Der Riesen-Bärenklau tritt in Gewässernähe, an Straßenrändern, Rad- und Wanderwegen und nicht bewirtschafteten feuchten Flächen wie den Rändern von Söllen oder Brüchen auf.




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