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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 14:26 Uhr

Deutsche Bahn : Geduldsprobe für Pendler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Noch bis Dezember 2017 längere Fahrzeiten nach Hamburg

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 20:45 Uhr

Pendler aus Westmecklenburg, die mit dem Zug nach Hamburg zur Arbeit fahren, müssen sich weiter in Geduld üben: Erst mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017, wenn Brückenbauarbeiten unmittelbar vor dem Hamburger Hauptbahnhof abgeschlossen sind, werden sich ihre Fahrzeiten wieder spürbar verkürzen. Das erklärte Renaldo Kropp, Regionalleiter Marketing und Angebotsplanung der DB-Regio Nordost, in Schwerin. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Bahn versuchten aber, schon vorher Verbesserungen für die Reisenden auf der Linie RE 1 zu erreichen, versicherte gestern eine Sprecherin des Verkehrsministeriums.

Seit Dezember 2015 haben sich für mehr als 1000 Berufspendler die Bedingungen massiv verschlechtert. Viele mussten mit Inkrafttreten des aktuellen Fahrplans eine Stunde früher als bisher von zu Hause losfahren, um zur gewohnten Zeit ihre Arbeitsstelle zu erreichen. Schuld daran, so Renaldo Kropp, ist neben den Bauarbeiten in Hamburg ein neues Fernverkehrskonzept der Bahn, das an Knoten wie in Büchen auch nach 2017 zu längeren Standzeiten für Nahverkehrszüge führt.

Für zwei Züge konnte die Bahn aber bereits im laufenden Fahrplan Verkürzungen der Fahr- bzw. Standzeiten um zehn bzw. 14 Minuten erreichen. Für den ab Dezember geltenden nächsten Fahrplan ist das für vier weitere Züge beantragt worden.

Das Land hat, um die Situation zu entspannen, seit 21. März drei zusätzliche Nahverkehrszüge bestellt, die in Büchen Anschluss an Fernzüge haben. Über Fahrgastzählungen soll jetzt ermittelt werden, wie dieses Angebot genutzt wird. Nach Beobachtungen der Bahn wird vor allem der um 18.10 Uhr in Schwerin ankommende Zug gut angenommen wird, die anderen beiden werden dagegen bislang nur verhalten genutzt.

Möglicherweise hat das auch mit Angst vor eventuellen Mehrkosten zu tun. Bis Ende April dürfen Zeitkartennutzer über eine Sonderregelung Fernverkehrszüge mit ihrem Nahverkehrsticket nutzen. Derzeit laufen Gespräche darüber, ob diese Regelung fortgelten wird. „Aber selbst wenn nicht, ist die Preisdifferenz zwischen Zeitkarten im Nah- und Fernverkehr nur unwesentlich: Für die Strecke Schwerin – Hamburg beträgt sie 6,50 Euro/Monat, für Boizenburg – Hamburg 2,10 Euro/Monat“, wirbt der DB-Regio-Mann.

Er kündigt aber zugleich auch schon neue Behinderungen auf der RE1-Strecke an: Ab Mai 2017 wird zwei Jahre lang am Bahnknoten Bad Kleinen gebaut.

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