Wismar : Gedenken am Volkstrauertag

MV erinnert an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

svz.de von
17. November 2014, 07:45 Uhr

Mit einer zentralen Gedenkstunde und einer Kranzniederlegung in Wismar hat das Land MV am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Der evangelische Bischof Andreas von Maltzahn (Schwerin) sagte bei der Gedenkstunde in Wismar, er wünsche sich auch in Zukunft „eine Grundskepsis gegenüber militärischen Lösungen in unserem Land“. Zwei Weltkriege hätten die Deutschen gelehrt, „dass der Griff zu den Waffen Unheil mit sich bringt“.

Deutschland solle sein größeres internationales Gewicht wahrnehmen als Vorreiter in Sachen Ökologie und Gerechtigkeit. „Es stünde Deutschland gut an, Friedensdienste viel stärker zu fördern“, sagte Maltzahn. Manche Streitigkeiten ließen sich befrieden, „bevor sie auf der Ebene der Gewalt angekommen sind“.

Zudem sagte der Bischof, es beunruhige ihn, wie verführbar der Mensch offensichtlich sei. Es müsse gefragt werden, „was Menschen verführbar macht für die Faszination von Gewalt und Krieg“. Zu den Gründen gehöre offenbar auch „die Sehnsucht, sich hinzugeben an eine Sache, die der Hingabe wert ist“ und Teil eines größeren Ganzen zu sein.

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen.

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