Neues Gesprächsangebot : GDL streikt weiter

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Neues Gesprächsangebot laut Weselsky: „PR-Gag“ - Platzeck als Vermittler?

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06. Mai 2015, 20:45 Uhr

Kaum war Bahnchef Rüdiger Grube vorgeprescht und hatte im Lokführer-Tarifstreit Vermittlung von außen vorgeschlagen, machte GDL-Chef Claus Weselsky auch schon alle Hoffnungen auf ein schnelles Streik-Ende wieder zunichte. „Niemand sollte davon ausgehen, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund des PR-Gags des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG die Streikaktionen beenden“, so der Gewerkschaftschef unter dem Jubel von GDL-Mitgliedern bei einer Kundgebung vor dem Kölner Hauptbahnhof. Das „angeblich so tolle Angebot“ der Bahn habe ihm bis zum Mittag nicht vorgelegen. Grube habe den Brief offenbar „mit der Postkutsche losgeschickt“, so Weselsky. Keine Bewegung im festgefahrenen Tarifstreit.

Bahnchef Grube schlägt nun den früheren SPD-Chef und brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck als unabhängigen Vermittler vor – für den Fallder Ablehnung eines formalen Schlichtungsverfahren durch die GDL. Die Gewerkschaft solle, wenn sie dies wünsche, noch eine weitere unabhängige Persönlichkeit benennen. „Wir wollen verhandeln, am liebsten noch heute Abend“, versucht Grube, Weselsky in die Pflicht zu nehmen. Man spreche der GDL und ihren Mitgliedern ihre Grundrechte nicht ab.

Hat Grube wirklich an ein GDL-Einlenken und vorzeitiges Streikende geglaubt? Oder wollte er mit seinem Aufritt und dem Vorschlag lediglich beweisen, alles versucht zu haben? Energisch verneint Grube, die Millionen-Einbußen durch den Streik einzupreisen und das Gesetz zur Tarifeinheit abzuwarten, das die Macht der GDL im Konzern beschränken würde.

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