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Rehna : Gassigehen ohne Hundekotbeutel wird teuer

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Die Debatte um die neue Verordnung zum Führen von Hunden innerhalb des Stadtgebietes ist beendet. Die Stadtvertretung verabschiedete am Donnerstagabend den Entwurf einer entsprechenden Verordnung.

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erstellt am 13.Apr.2012 | 10:44 Uhr

Rehna | Die Debatte um die neue Verordnung zum Führen von Hunden innerhalb des Stadtgebietes von Rehna ist beendet. Die Stadtvertretung verabschiedete am Donnerstagabend den Entwurf einer entsprechenden Verordnung. Wenn Kreis und Amtsvorsteher dem Werk zustimmen, erlangt die Satzung in den kommenden Wochen ihre Gültigkeit. Hundehalter sind dann aufgefordert, ihre Vierbeiner "im öffentlichen Bereich innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile an der Leine zu führen". Dies gilt in der Stadt Rehna sowie in den Ortsteilen Brützkow, Othenstorf, Löwitz und Falkenhagen. Das Führen einer Hundemarke und die Mitnahme von Kotbeuteln bzw. geeigneten Behältnissen werden ebenso vorgeschrieben und "sind bei Kontrollen vorzuzeigen". Die Räumpflicht für Hundekot wird vorgeschrieben. Wer gegen die neue Satzung verstößt, kann je nach Delikt mit einem Verwarngeld zwischen fünf und 35 Euro belangt werden und in schweren Fällen mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro.

Unklar ist, welchen Wirkungskreis die Verordnung hat. Denn die im Vorfeld diskutierten Verbote für den Reitsportplatz als auch für die Frei flächen in den Kleingartenanlagen Kajatz und Kruggärten sind im Entwurf und in der Beschlussfassung, die der Stadtvertretung vorlagen, nicht enthalten.

Bau- und Ordnungsausschussvorsitzender Heinrich Teegen ging in der Debatte nochmal auf die Kritik von Tierhaltern ein: "Es kann nicht sein, dass sich Hundesportler aufregen, wenn 90 Prozent der Hundehalter ihre Tiere anleinen, und wir die verbliebenen zehn Prozent auch dazu bewegen wollen." Auch wenn es bislang keinen nachweisbaren Fall einer Hundeattacke gebe, liege ihm die Sicherheit der Bürger am Herzen.

Stadtvertreter Michael Drechsler warnte vor einer zu schnellen Entscheidungsfindung: "Wir müssen die Landesgesetzgebung beachten. Bei fehlenden Alternativen steht ein Leinenzwang im Widerspruch zum Tierschutzgesetz." Derartige Hinweise auf die Rechtsprechung weist Heinrich Teegen zurück: "Wir befinden uns nicht in Nordrhein-Westfalen, sondern in Rehna". Somit hält Stadtvertreter Marco Weber ein Gassigehen mit angeleinten Hunden durchaus für praktikabel. Derartige Probleme vor die Tore der Stadt zu verlagern, kann Stadtvertreter und Landwirt Reinhard Drews nicht begrüßen: "Auf ländlichen Flächen ist Hundekot weder erwünscht noch förderlich." Kommunalvertreter Christian Tews sieht außerhalb der Stadtflächen einen Konfliktbereich mit den Jägern. Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg stuft "die aus Rehna herausführenden Wege als ausreichend" ein, damit die Hundehalter ihren Vierbeinern Auslauf ermöglichen können.

Mit sechs Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen gilt die Verordnung als angenommen. Die Satzung muss vor dem Inkrafttreten jetzt vom Landkreis geprüft und genehmigt werden.

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