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Versorger in MV wollen Preise im Herbst anheben : Gas und Strom schon wieder teurer

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Steigende Strom- und Gaspreise im Herbst, überteuerte Rechnungen in den vergangenen vier Jahren: Die Energiekosten kennen für Verbraucher in MV keine Grenzen mehr. Drei Gasversorger in MV heben im Herbst die Preise an.

svz.de von
erstellt am 24.Aug.2012 | 08:00 Uhr

Schwerin | Steigende Strom- und Gaspreise im Herbst, überteuerte Rechnungen in den vergangenen vier Jahren: Die Energiekosten kennen für Verbraucher in MV keine Grenzen mehr. Mindestens drei Gasversorger in MV heben im Herbst die Preise an: In Mecklenburg müssen die Kunden der Eon-Hanse bis zu 5,4 Prozent mehr zahlen. Auch Abnehmer der Wemag-Tochter Wemagas zahlen ab Oktober mehr als zehn Prozent drauf. In Vorpommern verlangen die Stadtwerke Pasewalk fast vier Prozent mehr, ermittelte das Verbraucherportal check24.de. Bundesweit haben knapp 70 Gasgrundversorger Preissteigerungen um bis zu 13 Prozent angekündigt - das macht bis zu 175 Euro mehr im Jahr, errechnete check24.de. Wemag-Sprecher Jost Broichmann begründete den Anstieg mit höheren Netzentgelten und teureren Gaskosten. Frohe Botschaft für Eon-edis-Kunden zwischen Neustrelitz und Anklam: Bis zum Ende der Winterperiode im März 2013 bleiben die Preise stabil, sagte Eon-Sprecher Jörg Uwe Kuberski.

Dieser Winter wird aber auch für Stromkunden richtig teuer: In Folge des schnellen Ausbaus der Solarenergie würden die Preise für die Verbraucher im Herbst voraussichtlich um fünf Prozent steigen, erwartet Umweltminister Peter Altmaier (CDU). Das Vergleichsportal Verivox geht sogar von bis zu zehn Prozent aus. Der Grund: Der erwartete Anstieg der Umlage für erneuerbare Energie von derzeit 3,5 auf etwa fünf Cent je Kilowattstunde, teurere Netzentgelte und die noch stärker von den Verbrauchern getragene Entlastung der energieintensiven Industrie ließen die Tarif stark steigen. Sollten die Erhöhungen wie prog nostiziert eintreten, bleibt uns wie auch anderen Versorgern nichts weiter übrig, als die Preise anzupassen, meinte Wemag-Sprecher Broichmann.

Seit 2004 hätten sich die Strompreise bereits fast verdoppelt, errechnete Veri vox. Zu unrecht, geht aus einer Studie des Energieexperten Gunnar Harms für die Grüne-Bundestagsfraktion hervor. Danach haben die Versorger in diesem Jahr von den Kunden bis zu drei Milliarden Euro zu viel kassiert, weil sie die um zehn bis 20 Prozent gefallenen Einkaufspreise nicht an ihre Kunden weitergegeben haben. Danach müsste der Strompreis je Kilowattstunde rund zwei Cent niedriger ausfallen. Die Versorger weisen die Kritik zurück: Die Wemag habe die "Beschaffungsvorteile stets an die Kunden weitergegeben", sagte Unternehmenssprecher Broichmann.

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