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Mecklenburg-Vorpommern

17. Oktober 2017 | 15:21 Uhr

Gamuppel - Held mit Stupsnase

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erstellt am 08.Apr.2011 | 06:51 Uhr

Prignitz | Klein mit Stupsnase, Mütze ohne Bommel - so lernen Leser Gamuppel auf der ersten Seite des vom Prignitz-Pur Verlag herausgegebenen Buches "Gamuppels Sternenreise" kennen. Vom Schwarz-Weiß-Planeten, auf dem er einsam aufwuchs, begibt sich Gamuppel unfreiwillig auf eine wundersame Reise. Mehr als das. Eine Mission beginnt, und Autorin Ulrike Gau lässt ihre Leser lange Zeit im Ungewissen, welche Heldentat der unscheinbare Gamuppel vollbringen soll.

Saturnus, Jupiterus, Mars kreuzen seinen Weg. Eine Ministernenkunde für junge Leser, deren Weltraumwissen sich heute zuweilen in Star-Wars-Episoden erschöpft. In der Tat war das fehlende Unterrichtsfach Astronomie an der Schule ihrer Kinder für Ulrike Gau ein Grund, dieses Buch zu schreiben.

Der erste Gedanke dazu liegt knapp 30 Jahre zurück. "Ich selbst schreibe seit meiner Jugend, habe mit Gedichten begonnen", sagt Ulrike Gau. Für ihre Kinder wollte sie ein Bilderbuch zu den wichtigsten Planeten verfassen, die Idee zu Gamuppel war geboren. "Zu schwierig für ein Bilderbuch, schreibe eine längere Geschichte, rieten mir Freunde nach den ersten Arbeitsproben." Doch im Strudel des Alltags blieb das Projekt lange unvollendet, sei aber immer mal wieder präsent gewesen.

Erst im vergangenen Jahr wagte sich Ulrike Gau erneut an das Projekt, arbeitete zielstrebig und entwickelte die Figur des Gamuppel weiter. Sein Ziel ist die Erde und hier gilt es, Gefahren zu meistern, damit er die ihm auferlegte Aufgabe erfüllen kann. Gamuppel lernt und mit ihm die lesenden Kinder, was auf der Erde schief läuft, was unserem Planeten schadet.

Freunde findet Gamuppel. Leser tauchen ein in eine Welt voller Fabelwesen, begegnen Wichteln, Trollen, der Krähe Krakerekra. Die Hexe Tutnurgut und die Elfe Siebenlicht zählen zu Gamuppels Freunden. Manches erinnert an Tolkiens Herr der Ringe, wo sich ein kleiner Hobbit mit seinen Gefährten aufmacht, das Böse zu besiegen. Hobbit und Gamuppel geraten in brenzlige Situationen, die sie mit Verstand, mit reinem Herzen und mit Unterstützung ihrer Freunde meistern. Bis zu Gamuppels Ziel ist es eine lange Reise, die dank Ulrike Gaus Ideenreichtum aber nicht langweilig wird. Illustratorin Martina Badstuber lädt junge Leselöwen auf einigen Seiten ein, selbst zum Stift zu greifen.

Mails und Kommentare im Gamuppel-Blog ermuntern Ulrike Gau, weitere Bücher zu verfassen. Aktuell arbeitet sie an einer Geschichte, in deren Mittelpunkt eine Frau auf der Suche nach sich selbst steht. Schreiben soll aber ihr Hobby bleiben. "Ich will mich nicht mich professionellen Autoren vergleichen", sagt Ulrike Gau. Allenfalls möchte sie davon träumen.

Dass der Prignitz-Pur Verlag aus Meyenburg das Buch herausbrachte, ist Zufall, denn Ulrike Gau wohnt im Schwarzwald, aber ihr Bruder in Breese. Er stellte den Kontakt zu Verlegerin Elke Knoblauch her. Aus familiären Gründen hat Knoblauch mittlerweile eine Dependance im Saarland eröffnet, der Verlag arbeitet nicht wie bisher regional, sondern überwiegend überregional. Unter den bisher erschienenen Büchern sind unter anderem "Ich komm als Blümchen wieder" von Kathrin Lockenvitz sowie zwei Bände der "Wunderbaren Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott".


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