Gabriele Petzke: In eine Schultüte passt viel rein

<strong>Isabell Beckmann (l.),</strong> Leiterin der Geschäftsstelle des 'Prignitzers', übergibt  Gabriele Petzke die Dinge für die Zuckertüten. Fotos: Doris Ritzka
Isabell Beckmann (l.), Leiterin der Geschäftsstelle des "Prignitzers", übergibt Gabriele Petzke die Dinge für die Zuckertüten. Fotos: Doris Ritzka

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23. Juli 2012, 06:06 Uhr

Perleberg | "Super, das können wir gut gebrauchen. Der Schulanfang steht vor der Tür und in so eine Zuckertüte passt eine ganze Menge rein. Ich weiß, wovon ich spreche", sagt Gabriele Petzke. Sie hat einen Ein-Euro-Job bei der Tafel. Und für die Tafel hat Isabell Beckmann, Leiterin der Geschäftsstelle des "Prignitzers" einiges zusammen gepackt: Bücher, Hefte, Stifte und natürlich auch das eine oder andere kleine Spiel. "Wir werden die Muttis, deren Steppkes jetzt in die Schule kommen, gezielt ansprechen und für diese Kinder kleine Zuckertüten zusammenstellen. Mit dem Inhalt kann dann die große Schultüte aufgefüllt werden", ergänzt Marlies Müller, Vorsitzende des e. V. "Perleberger Tafel".

Derweil packt Gabriele Petzke all die Sachen vom "Prignitzer" zusammen. Seit dem 1. Februar verdient sie sich bei der Tafel etwas dazu. "Viel ist es nicht, aber immerhin doch ein Zubrot." Vor allem wisse man aber, warum man morgens aufsteht, "hat eine Aufgabe, die noch dazu Spaß macht". Berufe hat die Perlebergerin einige. Gelernt habe sie Melkerin, war Altenpflegerin, betreute Kinder und arbeitete als Pilzpflückerin. Von einer Maßnahme zur andere habe sie sich gehangelt. Am 31. Juli läuft auch diese Maßnahme aus, eine Verlängerung habe sie bis dato nicht erhalten. "Ich hoffe aber, dass ich demnächst wieder dabei bin." Sie sei gern zur Arbeit bei der Tafel gegangen. "Ich habe hier auch früher immer eingekauft", gesteht sie offen. Sie könne sich so gut in die Lage derer versetzen, für die der Monat einfach zu viele Tage habe.

Zwischen 400 und 500 Perleberger Bedarfsgemeinschaften seien bei der Perleberger Tafel gemeldet, "die Dunkelziffer ist aber weitaus höher", ist sich die Vereinsvorsitzende sicher. Und die Zahl der jungen Familien und Senioren, die hier einkaufen bzw. auch zu Mittag essen, steige ständig. Zur Weihnachtsfeier der Tafel im vergangenen Jahr waren allein aus Perleberg 97 Kinder angemeldet.


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