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Nun nach Bad Segeberg : G20-Quartier zu heiß für Polizeihunde

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Aus der Onlineredaktion

Diensthundeführer aus MV haben sich über die Unterbringung beim Gipfel beschwert

svz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Für den G20-Gipfel in Hamburg abkommandierte Polizisten aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich über ihre Unterbringung in der Hansestadt beschwert und es abgelehnt, in dem ursprünglich angedachten Quartier weiter zu übernachten. Die Polizisten hätten angedroht, in ihren Dienstfahrzeugen zu schlafen, so Informationen unserer Zeitung. Die Beamten seien nun in eine Containerunterkunft nach Bad Segeberg umgezogen, erklärte der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Christian Schumacher.

Kritik an den Quartieren hatten Diensthundeführer geäußert. Die Polizisten und ihre Vierbeiner sollten laut Schumacher zunächst eine Unterkunft in der Nähe einer Bahnstrecke beziehen. „Dort war es für die Hunde aber viel zu laut und zu heiß“, sagte Schumacher weiter. Die Beamten hätten sich um das Wohlergehen und die Leistungsfähigkeit ihrer Tiere gesorgt. „Spürhunde verrichten Hochleistungsarbeit. Sie brauchen Ruhe und Erholung“, erklärte Schumacher. Die Bedingungen vor Ort seien nicht gut gewesen.

Ein Betreuungsteam der GdP hat zusammen mit der Hamburger Polizei eine neue Bleibe für die Diensthundeführer aus MV in einem Containerdorf im 70 Kilometer entfernten Bad Segeberg gefunden. Es sei definitiv besser, aber auch noch nicht optimal, sagte Schumacher. „Wir erwarten kein Vier-Sterne-Hotel, aber eine vernünftige Unterbringung, bei der auch das Wohl der Tiere berücksichtigt wird.“ Er hoffe auf eine für beide Seiten akzeptable Lösung. „Natürlich wissen wir auch, dass die Unterbringung von zehntausenden Polizisten nicht einfach ist“, sagte der GdP-Landesvorsitzende.

Die Probleme bei der Unterbringung sind auch dem Innenministerium in MV bekannt. Man nehme die Hinweise ernst, teilte ein Sprecher mit. „Die Hoheit hat aber die Hamburger Polizei“, sagte er weiter. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und der Inspekteur der Landespolizei wollten sich gestern Abend bei ihrem geplanten Besuch in Hamburg auch ein Bild von den Quartieren in Bad Segeberg machen.

Das Containerdorf, in dem kurzzeitig auch Flüchtlinge untergebracht waren, ist bereits mehrfach in die Schlagzeilen geraten: Polizisten aus Berlin mussten das Quartier nach einer wilden Partynacht verlassen. Ihre Nachfolger aus Rheinland-Pfalz beklagten sich über teilweise verschlossene Duschräume und fehlendes Toilettenpapier.

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