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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 08:08 Uhr

Spiel-Verbot : Fußball-Golf ist nicht Golf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf dem Golfplatz von Wittenbeck bei Kühlungsborn dürfen nur noch die kleinen Bälle rollen. Die vor einem Jahr dort zusätzlich eingerichtete Fußballgolf-Anlage bleibt per Gerichtsbeschluss (Az. 2 B 612/14) geschlossen. Wie das Verwaltungsgericht Schwerin gestern mitteilte, lehnte es den Eilantrag des Betreibers auf weitere Nutzung ab. „Das ist sehr bedauerlich, weil die Anlage seit ihrer Eröffnung vor einem Jahr großen Zulauf hatte. Rund 10 000 Menschen haben dort Fußball-Golf gespielt“, sagte Golfplatz-Geschäftsführer Werner Gallas. Er kündigte Beschwerde gegen die Entscheidung vor dem Oberverwaltungsgericht in Greifswald an.

Laut Gericht hatte die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Rostock nach Beschwerden von Anwohnern den Betrieb des „Gofu-Parks“ zum 31. Juli 2014 untersagt. Diese Entscheidung bestätigten die Richter. Die Umnutzung eines Teils des Golfplatzgeländes sei „voraussichtlich rechtswidrig“. Golffußball sei „gegenüber dem klassischen Golf eine andersartige und selbstständige Sportart“ und widerspreche somit der im Bebauungsplan verankerten Zweckbestimmung des Golf- und Countryclubs in Wittenbeck, hieß es zur Begründung. Laut Gallas können auf der Neun-Loch-Anlage in Wittenbeck inzwischen auch Golfspieler ohne die sonst geforderte Platzreife spielen. Diese Öffnung habe dazu geführt, dass die beiden Übungsbahnen nicht mehr benötigt und in 18 Bahnen für Fußball-Golf umgewandelt wurden.


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